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Die Ewigkeitsaufgaben des Steinkohlenbergbaus

Über Jahrhunderte hinweg prägte der Bergbau die Steinkohlenreviere. Durch ihn entwickelten sich die Regionen von der Agrar- zur Industriegesellschaft, wuchsen zu bedeutsamen Wirtschaftszentren und formten sich zu Ballungsräumen. Ende 2018 stellen die letzten Bergwerke ihre Kohlenförderung ein. Das bedeutet jedoch nicht, dass die RAG ihre Arbeit einstellt.

Auf das Unternehmen kommen auch nach Beendigung des aktiven Steinkohlenbergbaus wichtige Aufgaben zu: die sogenannten Ewigkeitsaufgaben. Dazu gehören die Grubenwasserhaltung, das Grundwassermanagement und der Betrieb von Polderanlagen.

Regenwasser, das entlang der Gesteinsschichten durch Klüfte versickert, reichert sich mit Salzen und anderen Mineralien an und sammelt sich in den untertägigen Strecken und Streben. Von dort muss es als Grubenwasser gehoben werden, damit es nicht durch den hohen Druck wieder in höhere, grundwasserführende Schichten gelangt und sich dort vermischt. Der Trinkwasserschutz hat bei der Grubenwasserhaltung oberste Priorität.

Mit dem Grundwassermanagement kümmert sich die RAG um ehemalige Bergbauflächen, meist Kokereien, auf denen Verunreinigungen in den Boden, und so durch Auswaschungen in das Grundwasser gelangten. Mit einem speziellen Verfahren sorgt das Unternehmen dafür, dass weitere Schäden nicht entstehen und reinigt das Grundwasser. Das muss über einen nicht absehbaren Zeitraum geschehen, weshalb auch diese Arbeit zu den Ewigkeitsaufgaben gehört.

Die Poldermaßnahmen betreffen die Regulierung von Oberflächenwasser im Ruhrgebiet, dessen Topografie sich durch den Bergbau in den vergangenen 150 Jahren veränderte. Um Vernässungen von Flächen zu Vermeiden, betreibt die RAG in Zusammenarbeit mit den Wasserverbänden der Region dazu übertägige Pumpanlagen.

Gemeinsam mit der RAG Stiftung, die ab 2019 die Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben sicherstellt, nimmt die RAG ihre Verantwortung aus dem Bergbau wahr – verlässlich und ohne Belastung für den Steuerzahler. Dabei kann das Unternehmen auf langjährige Erfahrung und weltweit führendes Know-how in Sachen Nachbergbau zurückgreifen.