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Lohberg

Standort der Grubenwasserhaltung im Ruhrgebiet

In Abstimmung mit Behörden, Politik und Wissenschaft hat die RAG ein Konzept zur langfristigen Optimierung der Grubenwasserhaltung für das Ruhrgebiet entwickelt. Das Konzept sieht vor, die Wasserhaltungen im Ruhrgebiet auf sechs Standorte zu konzentrieren, diese von Grubenwasserhaltungen mit einem offenen, bewetterten Grubengebäude zu Brunnenbetrieben umzubauen und mit modernsten Tauchpumpen auszustatten.

Dem Standort Lohberg kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Durch den Anstieg des Grubenwasserniveaus im mittleren Ruhrgebiet kann das Grubenwasser der heute noch eigenständigen Wasserprovinzen Amalie, Zollverein, Carolinenglück und Prosper-Haniel zukünftig am Standort Lohberg gehoben und direkt in den Rhein eingeleitet werden. Dadurch wird die Emscher gänzlich von Grubenwasser befreit. Auch das Grubenwasser der Wasserprovinz Auguste Victoria wird zukünftig am Standort Lohberg gehoben, in diesem Zusammenhang wird ebenfalls die Lippe spürbar entlastet. 

Vom Standort Lohberg gelangt das Grubenwasser zukünftig über eine unterirdische Ableitungstrasse zum Rhein, die die RAG bis 2034 errichten wird. Dabei kommt ein umweltschonender unterirdischer Rohrvortrieb zum Einsatz – ein Bauverfahren, bei dem unter der Erde Rohre verpresst werden, ohne dass dafür ein langer offener Graben an der Oberfläche erforderlich ist.