Wasserhaltung in Ibbenbüren
An unserem Standort in Ibbenbüren zeigt sich, wie nachhaltiger Nachbergbau konkret funktioniert: kontrolliert, energieeffizient und langfristig gesichert.
Auch nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus bleibt die Verantwortung für das Grubenwasser bestehen. In Ibbenbüren setzt die RAG dafür auf eine nachhaltige und zugleich innovative Lösung: Das Grubenwasser steigt kontrolliert an und wird künftig über einen rund 7,4 Kilometer langen Grubenwasserkanal im freien Ablauf zur Grubenwasseraufbereitung in Hörstel-Gravenhorst geleitet. Dort wird es behandelt, bevor es in die Hörsteler Aa abgegeben wird. Ein dauerhafter Pumpbetrieb ist damit künftig nicht mehr erforderlich. Das spart Energie, senkt CO₂-Emissionen und verbessert die Wasserqualität deutlich.
Der Standort Ibbenbüren steht damit beispielhaft für verantwortungsvollen Nachbergbau. Die besondere geologische Situation, langjährige Erfahrungen aus dem bereits früher stillgelegten Westfeld sowie moderne Technik in Kanal und Aufbereitung ermöglichen hier eine Wasserhaltung mit einer besonderen Qualität für den langfristigen Nachbergbau. So zeigt sich in Ibbenbüren, wie die RAG ihre Verantwortung aus dem Bergbau dauerhaft, verlässlich und mit Blick auf Umwelt, Klima und Region wahrnimmt.
Zugleich ist die Wasserhaltung in Ibbenbüren Teil eines klar geregelten und überwachten Systems. Sie erfolgt auf Grundlage wasserrechtlicher Erlaubnisse. Regelmäßige Kontrollen, Beprobungen, Dokumentationen und ein transparentes Monitoring stellen sicher, dass die Vorgaben zu Wassermenge und Wasserqualität eingehalten werden.
News vom Standort Ibbenbüren
Worum es in Ibbenbüren geht
Mit dem Ende des Bergbaus endet die Verantwortung für das Grubenwasser nicht. Auch nach der Stilllegung muss es dauerhaft kontrolliert und sicher gesteuert werden. In Ibbenbüren geschieht das über ein System aus kontrolliertem Grubenwasseranstieg, Grubenwasserkanal und Grubenwasseraufbereitung.
Das Besondere: Das Grubenwasser wird nach Erreichen des vorgesehenen Niveaus im freien Ablauf zur Aufbereitung geleitet. Dadurch kann auf einen dauerhaften Pumpbetrieb verzichtet werden. Die Lösung ist auf langfristige Sicherheit, Umweltverträglichkeit und einen verlässlichen Betrieb ausgelegt.
Mit dem Ende des Bergbaus im Ostfeld wurden die untertägigen Pumpen abgestellt. Seitdem steigt das Grubenwasser kontrolliert an. Sobald das vorgesehene Niveau erreicht ist, wird es über den neu errichteten Grubenwasserkanal zur Grubenwasseraufbereitung in Hörstel-Gravenhorst geleitet.
Der Kanal ist rund 7,4 Kilometer lang und wurde in zwei Abschnitten aufgefahren. Innerhalb des Kanals werden die Grubenwässer aus dem Ost- und dem Westfeld getrennt geführt. Dafür wurde auf dem Tunnelboden ein Beton-Gerinne mit zwei Wasserläufen angeordnet. So können die Wässer geordnet abgeleitet und anschließend gezielt aufbereitet werden.
Im Durchschnitt fließen aus dem Westfeld rund 8,5 Kubikmeter Grubenwasser pro Minute und aus dem Ostfeld rund 4,5 Kubikmeter pro Minute. Die Lösung erlaubt es, die Wasserhaltung langfristig sicher zu steuern und zugleich auf einen energieintensiven Dauerpumpbetrieb zu verzichten.
Der Grubenwasserkanal Ibbenbüren
Warum in Ibbenbüren eine besondere Lösung möglich ist
Das ehemalige Bergwerk Ibbenbüren weist besondere geologische und bergbauliche Voraussetzungen auf. Das Steinkohlengebirge tritt dort an die Tagesoberfläche aus. Dadurch bestehen besondere Verhältnisse zu den Vorflutern und damit besondere Rahmenbedingungen für die Wasserhaltung.
Hinzu kommt: Bereits 1979 wurde das Westfeld stillgelegt. Aus der dortigen Wasserhaltung liegen langjährige Erfahrungen und umfangreiche Daten vor. Dieses Wissen ist ein wichtiger Baustein für das langfristige Grubenwassermanagement am Standort.
Die RAG kann in Ibbenbüren deshalb auf eine Kombination aus Erfahrung, geologischer Kenntnis und neuer technischer Infrastruktur aufbauen. Das macht den Standort für die Wasserhaltung in besonderer Weise geeignet.
Der Grubenwasserkanal in Ibbenbüren gilt als letzte Auffahrung im deutschen Steinkohlenbergbau und markiert zugleich den Übergang vom aktiven Bergbau in den langfristigen Nachbergbau.
Aufbereitung in Hörstel-Gravenhorst
Ein zentraler Bestandteil des Gesamtkonzepts ist die Grubenwasseraufbereitung in Hörstel-Gravenhorst. Dort wird das Grubenwasser behandelt, bevor es in die Hörsteler Aa eingeleitet wird.
Ziel der Aufbereitung ist es, eine möglichst hohe Wasserqualität zu erreichen und die wasserwirtschaftlichen Anforderungen dauerhaft einzuhalten. Gemeinsam bilden Grubenwasserkanal und Aufbereitungsanlage das Rückgrat der langfristigen Wasserhaltung in Ibbenbüren.
Die neue Infrastruktur trägt dazu bei, die Folgen des Bergbaus verantwortungsvoll zu steuern und die Gewässerqualität langfristig zu verbessern.
Vorteile für Umwelt und Klima
Die Wasserhaltung in Ibbenbüren bringt deutliche ökologische Vorteile mit sich. Weil nach dem Anstieg des Grubenwassers kein dauerhafter Pumpbetrieb mehr nötig ist, sinkt der Energiebedarf erheblich. Das reduziert auch die damit verbundenen CO₂-Emissionen deutlich.
Der Strombedarf, der bei einem dauerhaften Pumpbetrieb anfallen würde, entspricht in etwa dem durchschnittlichen Verbrauch von rund 12.900 Haushalten. Diese Energiemenge kann durch die gewählte Lösung eingespart werden.
Auch die Wasserqualität verbessert sich. Durch den höheren Grubenwasserstand verringert sich die Menge des abzuleitenden Grubenwassers um rund 80 Prozent. Gleichzeitig sinkt die Salzkonzentration langfristig auf rund ein Hundertstel. In Verbindung mit der geringeren Wassermenge reduziert sich damit die in die Ibbenbürener Aa eingeleitete Salzmenge um rund 99 Prozent. Zudem kommen die beauftragten Gutachten zu dem Ergebnis, dass der PCB-Austrag durch den Grubenwasseranstieg deutlich vermindert wird.
Kontrolliert, geregelt und überwacht
Die Wasserhaltung in Ibbenbüren erfolgt auf Grundlage wasserrechtlicher Erlaubnisse. Diese legen fest, welche Mengen eingeleitet werden dürfen und welche Anforderungen an die Wasserqualität einzuhalten sind.
Hinzu kommen regelmäßige Kontrollen, Beprobungen und Dokumentationen. So wird fortlaufend überprüft, ob alle Vorgaben eingehalten werden. Ein transparentes Monitoring begleitet die Entwicklung der Grubenwasserqualität und der Wassermengen. Dadurch können die Anlagen auch künftig bei Bedarf angepasst und weiter optimiert werden.
FAQ Wasserhaltung Ibbenbüren
Auch nach der Stilllegung steigt Grubenwasser in den ehemaligen Grubenbauen an. Dieses Wasser muss dauerhaft kontrolliert und sicher gesteuert werden. Die Wasserhaltung gehört deshalb zu den langfristigen Aufgaben des Nachbergbaus.
In Ibbenbüren kann das Grubenwasser künftig über einen rund 7,4 Kilometer langen Kanal im freien Ablauf zur Aufbereitungsanlage geführt werden. Ein dauerhafter Pumpbetrieb ist nach Erreichen des vorgesehenen Grubenwasserstands nicht mehr erforderlich.
Der Standort weist besondere geologische Voraussetzungen auf. Zudem gibt es durch die frühere Stilllegung des Westfelds langjährige Erfahrungen mit der Wasserhaltung. Beides zusammen schafft eine besondere Ausgangslage für das Grubenwassermanagement.
Das Grubenwasser aus dem Ost- und Westfeld des ehemaligen Bergwerks Ibbenbüren wird über den Grubenwasserkanal zur Grubenwasseraufbereitung in Hörstel-Gravenhorst geleitet.
Die getrennte Führung ermöglicht eine geordnete Ableitung der Grubenwässer innerhalb des Kanals. Dafür wurde auf dem Tunnelboden ein Beton-Gerinne mit zwei Wasserläufen angeordnet.
Dort wird das Grubenwasser aufbereitet, bevor es in die Hörsteler Aa eingeleitet wird. Ziel ist es, eine möglichst hohe Wasserqualität zu erreichen und die wasserwirtschaftlichen Anforderungen dauerhaft einzuhalten.
Der Verzicht auf einen dauerhaften Pumpbetrieb spart viel Energie und reduziert CO₂-Emissionen. Gleichzeitig verbessern sich Wasserqualität und Salzbelastung deutlich. Auch der PCB-Austrag wird nach den vorliegenden Gutachten deutlich vermindert.
Die Wasserhaltung erfolgt auf Grundlage wasserrechtlicher Erlaubnisse. Regelmäßige Beprobungen, Kontrollen und Dokumentationen sowie ein transparentes Monitoring stellen sicher, dass die Vorgaben zu Wassermenge und Wasserqualität eingehalten werden.
Ja. Die Wasserhaltung gehört zu den langfristigen Aufgaben des Nachbergbaus. Kanal, Aufbereitung und Monitoring sind darauf ausgelegt, das Grubenwasser dauerhaft sicher und kontrolliert zu steuern.
Der Grubenwasserkanal verbindet das ehemalige Bergwerk mit der Aufbereitung in Hörstel-Gravenhorst. Er ermöglicht, dass das Grubenwasser künftig im freien Ablauf abgeführt werden kann.









