Starke Leistung braucht kein Öl

RAG testet erfolgreich wasserbasierte Hydraulikflüssigkeiten.


Hydraulikflüssigkeiten sind zentrale Bestandteile vieler Maschinen und Anlagen. Sie ermöglichen es, große Kräfte zu übertragen, schwere Lasten zu bewegen und komplexe Prozesse präzise zu steuern. Bislang kommen dabei meist mineralölbasierte Fluids zum Einsatz – so auch bei der RAG Aktiengesellschaft (RAG).

Der Einsatz bringt durchaus auch Risiken mit sich. Denn im Falle von Leckagen, etwa durch beschädigte Leitungen, können ölhaltige Hydraulikflüssigkeiten Schäden verursachen. Neben Auswirkungen für Mensch und Umwelt entstehen oft aufwendige Sanierungsmaßnahmen, beispielsweise durch die Entsorgung kontaminierter Böden, die auch wirtschaftlich ins Gewicht fallen.

Die RAG geht daher neue Wege und setzt auf innovative Alternativen: In einem Pilotprojekt wurden zwei Fahrzeuge an den Standorten Zollverein und Carolinenglück auf wasserbasierte Hydraulikflüssigkeiten, sogenannte Smart Fluids, umgestellt. Diese sind biologisch abbaubar und bieten eine gleichwertige Leistungsfähigkeit im Vergleich zu konventionellen Ölen. Seit März sind die umgerüsteten Fahrzeuge im Einsatz – mit überzeugendem Ergebnis. Die Maschinen arbeiten weiterhin zuverlässig und leistungsstark, während gleichzeitig das Risiko für Umweltbelastungen deutlich reduziert wird.

Aufbauend auf den positiven Erfahrungen eröffnet der Einsatz wasserbasierter Hydraulikflüssigkeiten nun auch Perspektiven für Partnerunternehmen. Insbesondere bei Arbeiten mit schwerem Gerät – etwa an Wasserhaltungsstandorten, bei der Flächensanierung oder in sensiblen Naturräumen – bietet die Technologie großes Potenzial, nachhaltiger und sicherer zu arbeiten.
Das Projekt ist im AGU-Bereich (Arbeitssicherheit, Gesundheit und Umweltschutz) verankert und unterstreicht dessen hohe Bedeutung für die RAG. AGU steht nicht nur für klare Vorgaben, sondern ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur und Haltung: Verantwortung für Mensch und Umwelt wird aktiv gelebt und kontinuierlich weiterentwickelt.