PV-Projekt auf Halde Hirschbach: Aus ehemaliger Bergbaufläche wird ein Zukunftsstandort für erneuerbare Energie

Sanierung, Rekultivierung, ökologische Aufwertung und neue Nutzung greifen auf der Halde Hirschbach in Saarbrücken-Dudweiler sichtbar ineinander: Wo früher Bergbau betrieben wurde, entsteht heute ein Solarpark. Das Projekt der RAG Aktiengesellschaft steht beispielhaft für die Entwicklung des Nachbergbaus im Saarland. Im Beisein von Jürgen Barke, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes, wurde das Projekt heute vorgestellt.


Ein Zukunftsstandort auf ehemaliger Bergbaufläche

Auf dem Gelände der Halde Hirschbach in Saarbrücken-Dudweiler ist ein Zukunftsstandort entstanden. Die ehemalige bergbaulich geprägte Fläche wurde seit 2021 saniert und im März 2026 im Bereich der PV-Anlage aus der Bergaufsicht entlassen. Nun wird der Standort einer neuen Nutzung zugeführt: als Freiflächen Photovoltaikanlage für die Erzeugung erneuerbarer Energie. Hirschbach steht damit beispielhaft für die Entwicklung ehemaliger Bergbauflächen zu neuen Energie- und Zukunftsstandorten. Sanierung und Rekultivierung schaffen hier die Grundlage für eine neue Nutzung, die Umweltaspekte, regionale Entwicklung und Zukunftsperspektiven integriert.

Jürgen Barke, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes, betont:
"Hirschbach zeigt, wie Strukturwandel im Saarland konkret funktioniert: Wo früher Bergbau war, entsteht heute Energie für die Zukunft. Gerade in einem dicht besiedelten Land müssen wir vorhandene Flächen intelligent nutzen. Ehemalige Bergbauflächen bieten dafür großes Potenzial. Für unser Industrieland ist der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien unverzichtbar: Er stärkt unsere Versorgungssicherheit, macht uns unabhängiger und schafft Wertschöpfung vor Ort."

Gemeinsamer Beitrag zur Energiewende im Saarland

Mit dem Solarpark auf der Halde Hirschbach setzt die RAG ihre Strategie fort, ehemalige Bergbauflächen für Zukunftsaufgaben nutzbar zu machen. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist ein wesentlicher Bestandteil der Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens. Als Unternehmen, das dauerhaft Verantwortung für die Nachbergbauaufgaben trägt, verfolgt die RAG das Ziel, den Eigenstrombedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken. Der Ausbau der Photovoltaik ist dafür ein wichtiger Baustein.

Michael Kalthoff, Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft, sagt:
"Hirschbach zeigt, dass Nachbergbau nicht bei der Sicherung endet. Aus einer ehemaligen Bergbaufläche wird nach Sanierung und Rekultivierung ein Standort mit Perspektive - für erneuerbare Energie, für die Region und für die Menschen vor Ort. Dass diese neue Nutzung zugleich mit konkreten Maßnahmen für Biodiversität und Artenschutz verbunden ist, macht das Projekt besonders. Solche Vorhaben zeigen, wie aus Verantwortung Zukunft werden kann - gemeinsam mit Partnern und politischen Entscheidern, die diesen Weg mitgehen."

Neue Nutzung und ökologische Aufwertung greifen ineinander

Zum Projekt gehören auch konkrete Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Standorts. Innerhalb des Solarparks wird eine artenreiche Wiese mit Regiosaatgut entwickelt und extensiv gepflegt. Zusätzlich entstehen Lebensräume für Reptilien aus Stein- und Totholzhaufen, flache Mulden als temporäre Wasserflächen für Amphibien sowie Heckenpflanzungen außerhalb der Einzäunung. Die Einzäunung selbst wird so gestaltet, dass Kleinsäuger und Amphibien passieren können.

Zahlen und Daten für den Solarpark Hirschbach

Das Projekt der RAG Aktiengesellschaft umfasst eine Fläche von rund 80.000 Quadratmetern. Insgesamt werden 18.792 Module mit einer Gesamtleistung von 11,7 MWp errichtet. Der erwartete Anfangsertrag liegt bei 11.200 MWh pro Jahr. Die Anlage ist als Off-Site-Anlage ausgelegt: Die erzeugte Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist und im Energiebilanzkreis der RAG verbraucht.

Weitere Informationen zum Projekt: www.rag.de/halde-hirschbach

 

Über die RAG Aktiengesellschaft: Der Unternehmensauftrag der RAG Aktiengesellschaft (RAG) ist der Nachbergbau. Seit 2019 übernimmt die RAG diese Aufgaben im Ruhrgebiet, im Saarland und in Ibbenbüren und sorgt dort für Sicherheit in ehemaligen Bergbauregionen - heute und in Zukunft. Der Nachbergbau umfasst zwei klar unterscheidbare Aufgabenbereiche: Ewigkeitsaufgaben wie das Grubenwassermanagement, die Grundwasserreinigung und Poldermaßnahmen sichern dauerhaft die Funktionsfähigkeit von Umwelt und Infrastruktur. Daneben stehen endliche Aufgaben wie die Regulierung von Bergschäden, die Sanierung und Entwicklung ehemaliger Bergbauimmobilien sowie die Sicherung und Gefahrenabwehr im Altbergbau, die konsequent abgearbeitet und abgeschlossen werden.
Gemeinsam folgen diese Aufgaben einem langfristig angelegten Auftrag: Verantwortung zu übernehmen, Risiken beherrschbar zu halten und Entwicklung in den Regionen zu ermöglichen. Als Trägerin des Nachbergbaus nimmt die RAG damit eine besondere Rolle ein - dauerhaft, gesellschaftlich relevant und nachhaltig ausgerichtet. 

 

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