„Die Grubenwasserhaltung ist unverzichtbar für einen sicheren Nachbergbau und eine zentrale Ewigkeitsaufgabe der RAG Aktiengesellschaft. Um diesen Auftrag langfristig zu erfüllen, brauchen wir technische Exzellenz, Zuverlässigkeit und nachhaltiges Handeln“, betont Joachim Löchte, Vorstand Technik der RAG Aktiengesellschaft. „Das neue Betriebsgebäude bündelt genau diese Anforderungen. Es stärkt unsere Handlungsfähigkeit und unterstützt uns dabei, das Grubenwassermanagement im Ruhrgebiet dauerhaft sicher und effizient zu steuern.“
Vom Traditionsstandort zum Zukunftsstandort des Nachbergbaus
Mit dem ehemaligen Zechenstandort Pluto ist Herne eng mit der Geschichte des Bergbaus verbunden. Heute steht der Standort zugleich für den Wandel: von der Steinkohlenförderung hin zu einer Infrastruktur, die den Nachbergbau langfristig absichert. Das neue Betriebsgebäude macht diesen Übergang sichtbar und zeigt, wie ehemalige Industrieflächen einer neuen, zukunftsgerichteten Nutzung zugeführt werden können.
„Das Ruhrgebiet ist auf dem Weg zur grünen Industrieregion – ein Paradebeispiel dafür ist das neue Betriebsgebäude der RAG hier in Herne. Für unsere Stadt ist das Gelände der ehemaligen Zeche Pluto ein traditionsreicher Ort. Umso mehr begrüßen wir das klare Bekenntnis der RAG zum Standort Herne, das das Areal nachhaltig stärkt. Das neue Betriebsgebäude steht beispielhaft für den gelungenen Strukturwandel und die Transformation ehemaliger Industrieflächen hin zu einer nachhaltigen, digitalen Industrieregion“, sagt Hernes Oberbürgermeister Frank Dudda.
Mehr Sicherheit durch zentrale Steuerung und Logistik
Am Standort Herne erfolgt bereits heute in der zentralen Leitwarte die Steuerung des Grubenwassermanagements. Mit dem neuen Gebäude kommt nun ein weiterer entscheidender Baustein hinzu: die Logistik für die Grubenwasserhaltung. Auf rund 1.700 Quadratmetern stehen unter anderem Lagerräume für 50 Grubenwasserpumpen und Motoren zur Verfügung. Durch die zentrale Lage können Ersatzteile künftig innerhalb kurzer Zeit zu den operativen Einheiten des Grubenwassermanagements transportiert werden.
Darüber hinaus bietet das Gebäude eine Kauenanlage sowie Büros und Besprechungsräume für rund 40 Mitarbeitende. So verbindet der Neubau operative Funktion, kurze Wege und verlässliche Abläufe an einem zentralen Standort im Ruhrgebiet. Weitere Informationen zur Wasserhaltung: www.rag.de/wasserhaltung
Nachhaltig gebaut, auf Dauer ausgerichtet
Auch bei Planung und Bau des Gebäudes spielte Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle, so wurden ausschließlich recycelte oder recyclebare Baumaterialien verwendet. Zudem erzeugen Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach und an der Fassade Strom für den Eigenenergiebedarf des Gebäudes.
Besonders sichtbar wird dieser Anspruch an der Fassade: Die rund 1.400 Photovoltaik-Module in drei Grauvarianten erinnern gestalterisch an die Steinkohlenförderung am ehemaligen Bergwerksstandort Pluto und schlagen damit einen Bogen von der industriellen Vergangenheit zur heutigen Aufgabe des Nachbergbaus. Zugleich liefern sie Energie für die Infrastruktur, mit der die RAG ihren langfristigen Auftrag erfüllt.
Zahlen, Daten, Fakten
• rund 1.700 m² Brutto-Grundfläche mit Lagerräumen für Pumpen und Ersatzteile, Kaue und Büros
• rund 640 m² Photovoltaik-Anlage auf dem Dach
• rund 1.100 m² Photovoltaik-Anlage an der Fassade
• Bauzeit: August 2024 bis Juni 2026
• Investitionssumme: rund 10 Millionen Euro.
Über die RAG Aktiengesellschaft: Der Unternehmensauftrag der RAG Aktiengesellschaft (RAG) ist der Nachbergbau. Seit 2019 übernimmt die RAG diese Aufgaben im Ruhrgebiet, im Saarland und in Ibbenbüren und sorgt dort für Sicherheit in ehemaligen Bergbauregionen - heute und in Zukunft. Der Nachbergbau umfasst zwei klar unterscheidbare Aufgabenbereiche: Ewigkeitsaufgaben wie das Grubenwassermanagement, die Grundwasserreinigung und Poldermaßnahmen sichern dauerhaft die Funktionsfähigkeit von Umwelt und Infrastruktur. Daneben stehen endliche Aufgaben wie die Regulierung von Bergschäden, die Sanierung und Entwicklung ehemaliger Bergbauimmobilien sowie die Sicherung und Gefahrenabwehr im Altbergbau, die konsequent abgearbeitet und abgeschlossen werden.
Gemeinsam folgen diese Aufgaben einem langfristig angelegten Auftrag: Verantwortung zu übernehmen, Risiken beherrschbar zu halten und Entwicklung in den Regionen zu ermöglichen. Als Trägerin des Nachbergbaus nimmt die RAG damit eine besondere Rolle ein - dauerhaft, gesellschaftlich relevant und nachhaltig ausgerichtet.
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