Baufreigabe für PV-Projekt auf Halde Hirschbach

Die Photovoltaikanlage auf Hirschbach ist die erste, die die RAG zur Eigenstromversorgung plant, bauen und in Betrieb nehmen wird. Nun liegt die offizielle Baugenehmigung der Stadt Saarbrücken für die Anlage und die Nutzung der Halde vor.


Auf einer Gesamtfläche von 8 Hektar entsteht ab Mitte 2025 die Photovoltaikanlage (PV-Anlage), die zukünftig eine Jahresproduktion von rund 11.000 MWh erbringen wird. Zur Einordnung: Das reicht aus, um an einem Wasserhaltungsstandort eine Tauchmotorpumpe ca. 8 Monate lang rund um die Uhr zu betreiben.

 „Das Projekt liefert uns wertvolles Erfahrungswissen und Ansätze zur Optimierung der Projektentwicklung aller weiteren PV-Projekte an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren“, betont Marc Tetzlaff, RAG-Fachbereichsleiter. „Dass wir nun die erste PV-Anlage bauen, die zukünftig Strom für die RAG direkt erzeugt, ist ein wichtiger Meilenstein innerhalb unserer RAG-Energiestrategie.“

Geplant als sogenannte Offsite-Anlage – die PV-Anlage befindet sich damit nicht in unmittelbarer Nähe zum Verbrauchsstandort und wird über einen öffentlichen Stromanschluss ins Netz eingespeist – nutzt die PV-Anlage die Standortvorteile der Halde Hirschbach. Die erforderliche Rodung der Projektfläche im Rahmen der Sanierungsarbeiten, bildete die Grundlage einer nachhaltigen Nachnutzung. Die inzwischen so gut wie abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen sind eine wichtige Voraussetzung für die Beendigung der Bergaufsicht und die nun umsetzbare Folgenutzung. Da das Areal nicht für alternative Flächenentwicklungen geeignet ist, stimmte die Stadt Saarbrücken dem entsprechenden Bebauungsplan zu und schuf die rechtlichen Rahmenbedingungen.

In das gesamte Projekt floss auch die Expertise der Flächenentwicklung von RAG Montan Immobilien (RAG MI) ein. Die enge Zusammenarbeit von RAG und RAG MI war dabei essenziell. „Die Entwicklung der Halde Hirschbach war von Beginn an und ist bis heute ein spannender Prozess. Von den Maßnahmen zur Standsicherheit über die Erstellung eines geordneten Entwässerungssystems bis zur naturnahen Gestaltung von Absinkweiher und der Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz waren die Aufgaben vielfältig. Nun können wir es kaum erwarten, die ersten Solarpanels auf der Fläche zu sehen“, bekräftigt Martin Krantz, RAG MI Bereichsleiter Flächenentwicklung Saar.