Mit der Region verbunden. Nachhaltig.

Das Engagement der RAG in den Bergbauregionen

Die RAG ist sich ihrer gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung von jeher bewusst. Diese geht vor allem auf zwei Faktoren zurück: ihre Relevanz als großes Unternehmen und Arbeitgeber in den Bergbauregionen sowie ihre öffentliche Bedeutung. Daraus leitet die RAG den Grundauftrag ab, sich in den Regionen zu engagieren – auch über die Zeit des aktiven Bergbaus hinaus. Dabei sieht sie sich in der Verantwortung, sich produktionsnah für kulturelle, soziale und gesellschaftliche Zwecke einzusetzen. Traditionell hat sich das Unternehmen daher stark ortsgebunden, in der Nähe seiner Bergwerke engagiert.

Mit dem Auslauf des aktiven Steinkohlenbergbaus stellt sich allerdings die Frage, wie die RAG dieses Engagement weiterführen kann, wenn sie nur noch wenige und nach dem Jahr 2018 keine Produktionsstandorte mehr betreibt. So steht die RAG vor der Herausforderung, sich mit Blick auf die sinkenden Mitarbeiterzahlen neu zu organisieren und die Prozesse, mit denen das Engagement intern gelenkt und ausgestaltet wird, neu aufzustellen.

Eine Möglichkeit, sich auch nach Produktionsende einbringen zu können, bieten die Flächen des RAG-Konzerns, die nicht mehr bergbaulich genutzt werden und um die sich die RAG Montan Immobilien kümmert.

Solidarität mit denen, die Hilfe benötigen


Seit dem Jahr 2015 ist verstärkt die Flüchtlingshilfe in den Mittelpunkt gerückt, denn Solidarität gehört zu den gelebten Werten im Steinkohlenbergbau. Die RAG definierte insgesamt 17 Flächen und bot diese zahlreichen Ruhrgebietskommunen als Standorte für Flüchtlingsunterkünfte an. Zunächst konnten in Recklinghausen, Oberhausen und Kamp-Lintfort Unterkünfte eröffnet werden, mittlerweile finden insgesamt 8.500 Asylsuchende auf vier ehemaligen Bergbauarealen Schutz vor Krieg und Vertreibung (Stand: Januar 2016). Zudem spendete das Unternehmen auf Beschluss des Vorstands an Hilfsorganisationen, die Flüchtlinge direkt vor Ort unterstützen. Darunter ist auch der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuz (DRK) Recklinghausen, der in einem ehemaligen RAG-Schulungsgebäude eine dezentrale Erstunterkunft für 300 Flüchtlinge betreibt. Auf Initiative des Betriebsrats haben auch alle Mitarbeiter die Möglichkeit, sich an der Unterstützung für Flüchtlinge zu beteiligen: Sie können einen Teil ihres Gehalts als Spende einbehalten lassen.

Auch darüber hinaus machen sich die Mitarbeiter der RAG an allen Standorten für den guten Zweck stark. So sammelten im Jahr 2015 unter anderem die Beschäftigten des Betriebsrestaurants Bottrop, die IG-BCE Betriebsgruppe Saar, die Grubenwehr Prosper-Haniel, die Bergkapelle und der Saarknappenchor sowie die Mitarbeiter der RAG Montan Immobilien bei verschiedenen Aktionen Spendengelder, mit denen zahlreiche Einrichtungen für Kinder und bedürftige Familien unterstützt wurden. Das Team des Bergwerks Prosper-Haniel hat außerdem Lebensmittelpäckchen an die Bottroper Tafel gespendet und die Bergleute der RAG Ibbenbüren unterstützten eine Förderschule. Auch das IG-BCE-Lauffest, bei dem mehr als 500 Auszubildende des Bergwerks Auguste Victoria und des Chemieparks Marl antraten, fand zugunsten des guten Zwecks statt: Der Erlös ging an die „Initiative Pro Schulabschluss“.