Mit der Region verbunden. Nachhaltig.

Stabile Prozesse

Der Bergbaubereich  der RAG verzeichnete in den vergangenen Jahren einen erheblichen Personalabbau. Um vor diesem Hintergrund eine verlässliche Steinkohlenförderung bis Ende 2018 sicherzustellen und auch nach dem Auslauf die Bergbaufolgen weiterhin kompetent zu bewältigen, setzt das Unternehmen auf einen professionellen Know-how-Transfer.

Die RAG entwickelt ihr Wissens- und Kompetenzmanagement kontinuierlich weiter. Eine wichtige Rolle spielt dabei die RAG-Mitarbeiterbefragung. Mit ihrer Hilfe erhebt das Unternehmen regelmäßig die Meinungen der Beschäftigten zu erfolgskritischen Themenfeldern, zu denen unter anderem auch der Aspekt Kompetenzen gehört. Die Befragungsergebnisse bilden eine Prüfungsgrundlage, von der aus die RAG passgenaue Maßnahmen für die langfristige Know-how-Sicherung ableitet – eingebettet in einen Managementkreislauf aus Bedarfsanalyse, Maßnahmenplanung, Umsetzung und Controlling. So trägt das Unternehmen dafür Sorge, dass es nicht nur während des Auslaufs, sondern auch in der Nachbergbauära stabile Prozesse auf dem neuesten Stand der Technik sowie hohe Standards im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz gewährleistet.

Ende der Ausbildung

Im Jahre 2018 schlossen die letzten 85 Auszubildenden im Bergbaubereich ihre Ausbildung erfolgreich ab. Sie alle erlangten einen qualifizierten Abschluss. Seit 1970 bildete das Unternehmen über 100.000 Jugendliche aus und zählte damit über viele Jahrzehnte zu den größten Ausbildern in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Saarland. Das breit gefächerte Ausbildungsangebot mit einem technischen Schwerpunkt erfolgte immer in eigenen Ausbildungszentren, von denen es 1970 noch 57, 2015 dann nur noch vier gab. Die Qualität der RAG-Nachwuchsarbeit war stets hoch. Das zeigt sich unter anderem daran, dass 2016 zwei Auszubildende des Unternehmens in ihrem jeweiligen Beruf bundesweit zu den besten IHK-Absolventen zählten.

Kompetenzen langfristig erhalten

Um den Erfolg des Konzerns nachhaltig zu sichern, setzt die RAG seit mehr als einem Jahrzehnt auf die kontinuierliche Identifikation und Förderung des Führungsnachwuchses sowie auf die Unterstützung der Führungskräfte durch jährliche Führungswerkstätten. So lässt sich das Know-how ohne Einbrüche von einer Managergeneration zur nächsten transferieren. Den Mitarbeitern bieten sich adäquate Entwicklungsmöglichkeiten. Im Jahr 2018 nahmen 269 Mitarbeiter an insgesamt 14 Führungswerkstätten teil. Einen besonderen Transferbaustein bildet dabei die Zukunftswerkstatt der RAG. Die mehrjährige Maßnahme qualifiziert potenzielle Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene und beteiligt sie über unterschiedliche Projekte an der Zukunftsgestaltung des Unternehmens.

Personal zielgenau entwickeln

Die „Wissensstafette“ kommt als speziell entwickeltes Instrument zur strukturierten und passgenauen Begleitung des Know-how-Transfers bei besonders erfahrenen Fach- und Führungskräften der RAG zum Einsatz. Das Verfahren wurde bis Ende des Jahres 2018 bereits 83-mal erfolgreich abgeschlossen. Mit 4,75 Fortbildungsschichten pro Kopf investierten die Beschäftigten im Berichtszeitraum weiterhin auf hohem Niveau Zeit in die Know-how-Sicherung.

Die zusammengefasste Darstellung der wichtigsten Fakten im Überblick finden Sie hier.

Handlungsfeld Zielbeschreibung Messgröße Zielwert/Termin
Wissensmanagement Die RAG verfügt über ausreichend qualifizierte Mitarbeiter - die Prozesse sind in qualifikatorischer Hinsicht stabil Abgleich von Bedarf und Bestand von Bedarf und Bestand 100% für jeden Zeitpunkt bis 2018