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Kompetenz für die Zukunft bewahren

Bedingt durch den Auslauf des Bergbaus steht das Wissensmanagement der RAG vor besonderen Herausforderungen, denn es gilt, das Know-how abkehrender Mitarbeiter bis zum Ende des Jahres 2018 zu erhalten und auszubauen.

So lassen sich stabile Prozessabläufe auf dem neuesten Stand der Technik gewährleisten sowie die hohen Standards im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz sichern. Darüber hinaus muss die RAG ihr Know-how über den Auslaufprozess hinaus bewahren, um die Bergbaufolgen weiterhin kompetent zu bewältigen. Dazu entwickelt die RAG ihr Wissensmanagement kontinuierlich weiter. Basierend auf Feedback-Instrumenten wie der Mitarbeiterbefragung oder dem Führungsbarometer holt das Unternehmen regelmäßig bei allen Beschäftigten ein Meinungsbild ein. Die Resultate sind auch eine Quelle zur Identifikation von Maßnahmen für eine strukturierte Aus-, Fort- und Weiterbildung. In Individual- und Gruppentrainings werden insbesondere Führungskräfte fit gemacht für die RAG der Zukunft.

Zielgenaue Personalentwicklung

Die RAG lässt niemanden ins Bergfreie fallen. So lautet die Handlungsmaxime im Rahmen der Sozialpartnerschaft. Mitarbeiter, die nicht im Zuge des Auslaufs des Steinkohlenbergbaus in den Ruhestand wechseln können oder jene, die nicht für die Zukunftsaufgaben benötigt werden, werden in neue Arbeitsverhältnisse vermittelt. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist jedoch die Bereitschaft, neue Aufgaben zu übernehmen und gegebenenfalls den Arbeitsort zu wechseln.

Insgesamt investierte die RAG im Berichtsjahr rund 6,6 Millionen Euro in Fort- und Weiterbildung. So wurde unter anderem das Weiterbildungskonzept der Grubenwehr evaluiert und verbessert. Um den individuellen Know-how-Transfer von Mitarbeitern, die ihre Position wechseln beziehungsweise in den Ruhestand gehen, auf ihre Nachfolger zu strukturieren, entwickelte die RAG die „Wissensstafette“. Das Verfahren wurde bis Ende des Jahres 2015 bereits 64 Mal erfolgreich abgeschlossen. Mit 4,6 Fortbildungsschichten pro Kopf haben die Beschäftigten im Berichtszeitraum auf weiter hohem Niveau Zeit für die Know-how-Sicherung angewendet. Ende des Jahres 2015 zählte die RAG noch 426 Auszubildende. Sie alle werden bis zum Auslauf einen qualifizierten Abschluss machen können. In der Regel bestehen rund 95 Prozent von ihnen die Abschlussprüfungen mit Erfolg.

Kompetenzen sichern für die Zukunft

Um den Erfolg des Konzerns nachhaltig zu sichern, gilt es schon heute, das Führungskräftepotenzial von morgen zu entwickeln. Seit mehr als zehn Jahren lädt die RAG regelmäßig zu Führungswerkstätten ein. Im Berichtsjahr nahmen 510 Mitarbeiter an 23 dieser Werkstätten teil. Dazu kommen Orientierungs- und Entwicklungsworkshops sowie die RAG-Sommerakademie, die allein im Jahr 2015 über 410 Teilnehmer zählte. Von besonderer Bedeutung für die Zukunft ist das High-Potential-Programm des Konzerns. Es zielt darauf ab, potenzielle Führungskräfte für die erste und zweite Ebene frühzeitig zu identifizieren und zu qualifizieren. Im Berichtsjahr befanden sich 46 vor allem junge Mitarbeiter in dem entsprechenden Management-Pool.

Die zusammengefasste Darstellung der wichtigsten Fakten im Überblick finden Sie hier.

Handlungsfeld Zielbeschreibung Messgröße Zielwert/Termin
Wissensmanagement Die RAG verfügt über ausreichend qualifizierte Mitarbeiter - die Prozesse sind in qualifikatorischer Hinsicht stabil Abgleich von Bedarf und Bestand von Bedarf und Bestand 100% für jeden Zeitpunkt bis 2018