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Umweltschutz besitzt im Bergbau hohe Priorität

Der Umweltschutz bei der RAG nimmt eine ebenso übergeordnete Bedeutung ein wie die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz. Neben Themen wie Kostenoptimierung, Sozialverträglichkeit und Akzeptanz in der Öffentlichkeit zählt er zu den wichtigsten Handlungsgrundsätzen zur Umsetzung der Unternehmensziele. Bereits bei der Planung wird der Umweltschutz berücksichtigt und – wo immer möglich – werden Beeinträchtigungen reduziert und mit innovativen Konzepten kompensiert. Bei allen wirtschaftlichen Notwendigkeiten stehen integrative Planung und Vorsorge im Vordergrund, überprüft von umfangreichen Genehmigungsverfahren.

Umweltschutz hat bei der RAG auf eine lange Historie. Seit Mitte der 1990er Jahre erfolgt die Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen in den Betrieben und auf allen Ebenen anhand von Zielen und Leitlinien. Über die Jahre wurden diese Einzelregelungen weitestgehend unternehmensübergreifend zusammengefasst. Im Jahr 2005 mündeten die Entwicklungen bei der RAG in das zukunftsweisende AGU-Konzept, das Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz (AGU) ganzheitlich betrachtet sowie alle unternehmensweit laufenden und geplanten Maßnahmen aufnimmt und systematisiert.

Heute wird dem Umweltschutz zusätzlich durch das betriebliche Umwelt-managementsystem (UMS) Ausdruck verliehen. Die RAG-Betriebe besitzen Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001. Die internationale Norm legt die weltweit anerkannten Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem mit dem Ziel fest, die Umweltleistung eines Unternehmens kontinuierlich zu verbessern. Die UMS sind in den Umweltschutzmanagement-Handbüchern der Betriebe beschrieben. In der jeweils aktuellen Fassung sind sie Bestandteil der AGU-Richtlinie und werden bei Bedarf von der zuständigen Fachabteilung auf Aktualität geprüft und überarbeitet.

Unternehmensziele und Grundsätze im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz

Übergeordnete Umweltschutzziele wurden im Rahmen der gemeinsamen AGU-Ziele (keine Unfälle, keine Gesundheitsschäden, keine Umweltschäden) festgelegt:

- Alle Mitarbeiter tragen durch ihr umweltbewusstes Verhalten dafür Sorge, dass sich die mit der Erkundung, Gewinnung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung von Steinkohle verbundenen betrieblichen Vorgänge so gering wie möglich auf die Umwelt auswirken. Sie werden dahingehend regelmäßig geschult.

- Schwerpunkte des Umweltschutzes sind ein effizienter Einsatz von Rohstoffen und Energie, der Schutz der Atmosphäre, die Verringerung von Lärm und Luftverunreinigungen, eine umweltverträgliche Entsorgungswirtschaft, der Schutz von Gewässern und Böden, der Naturschutz, ein umweltgerechter Umgang mit Gefahrstoffen und Gefahrgut sowie die rechtzeitige Vorsorge zur Verhütung und Begrenzung umweltrelevanter Ereignisse.

Vor allem im Rahmen der Grubenwasserkonzepte der RAG  für die Bergbauregionen an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren genießt der Trinkwasserschutz oberste Priorität.

Umweltbeauftragte für fünf Bereiche

Auf Grundlage geltender Umweltgesetze bestellt der Vorstand auf Vorschlag des Leiters des Zentralbereichs AGU die Umweltbeauftragten für die Bereiche Abfall, Gefahrgut sowie Gewässer-, Strahlen- und Immissionsschutz. Diese zeichnen in Stabsfunktion gemäß ihrer gesetzlichen Vorgaben verantwortlich und unterstützen das Unternehmen bei der Einhaltung von umweltrechtlichen Vorgaben. Zusätzlich ist jedem operativen Betrieb aus dem Zentralbereich AGU ein Umweltingenieur zugeordnet, der die Mitarbeiter in Umweltschutzangelegenheiten vor Ort berät.

Verantwortlich für den operativen Umweltschutz sind, vom Vorstand ausgehend, die Bergwerksdirektoren, Servicebereichsleiter, Zentralbereichsleiter und Bereichsleiter sowie weitere bestellte Personen. Diese Verantwortungskette stimmt mit der bergrechtlichen überein. In dieser Kaskade werden auch die Mitarbeiter in Verantwortung ihres jeweiligen Vorgesetzten, zum Beispiel in den „5 Minuten Gesprächen“ zu Beginn einer Schicht, unterwiesen.  

Die hohe Qualität der Maßnahmen garantieren interne Umweltaudits sowie externe Zertifizierungen durch unabhängige Prüfer. Im Berichtszeitraum stellte beispielsweise die RAG Anthrazit Ibbenbüren mit einem erfolgreichen internen Audit die Weichen für die nachfolgende externe Zertifizierung. Das interne Auditoren-Team, bestehend aus Mitarbeitern des Zentralbereichs AGU und des Bergwerks, nahm dabei den Standort mehrere Tage kritisch unter die Lupe. Die Auditoren sahen sich dazu nicht nur alle Bereiche an, sondern erhielten durch Gespräche und Befahrungen einen umfassenden Einblick in die umweltbewusste Arbeitsweise der Mitarbeiter und gaben Hinweise für Verbesserungspotenziale. Mit der nachfolgenden Zertifizierung durch den TÜV Nord fügte sich der externe Nachweis nahtlos an. Ermittelte Optimierungspotenziale werden als Basis zur ständigen Verbesserung im Umweltschutz genutzt.

Technische Kennzahlen