Mit der Region verbunden. Nachhaltig.

Bergbauliche Infrastruktur für das neue Energiezeitalter

Mit ihren Aktivitäten auf dem Sektor der erneuerbaren Energien tragen die RAG und ihre Beteiligungsunternehmen zu den Energie- und Klimaschutzzielen Deutschlands bei. Dabei setzen sie auf verschiedene Faktoren:

- jahrzehntelange Bergbauerfahrung und Ingenieurs-Know-how

- vorhandene Ressourcen und Infrastrukturen, wie Halden, Flächen und Schächte

- ein starkes Netzwerk aus Politik, Wissenschaft und lnvestitionspartnern

- Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Regionen

62 Projekte für „grüne“ Energien

Derzeit engagiert sich die RAG in 62 Projekten zu regenerativen Energien. 27 davon waren im Berichtszeitraum bereits abgeschlossen, 15 befanden sich in der Umsetzung und 20 in Planung oder werden auf Machbarkeit geprüft. Dazu prüft, plant und realisiert der Konzern auch in Zukunft Projekte mit Geothermie, Pumpspeicherkraftwerken in Bergwerken, Wärmespeichern, Photovoltaik, Windkraft und Biomasseparks. Mit insgesamt acht Projekten – von der ökologischen Stadtentwicklung bis zum Energiepark – beteiligt sich der Konzern an der Initiative „klimametropole RUHR 2022“, Partner der KlimaExpo.NRW.

In den Schächten der ehemaligen Bergwerke lassen sich tiefengeothermische Potenziale mobilisieren. Beispielhaft dafür stehen die bereits installierten Geothermieanlagen auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollverein in Essen sowie auf dem alten Bergbaustandort Zeche Robert Müser in Bochum.

Welches umweltrelevante Potenzial das in jedem Bergwerk anfallende Grubengas besitzt, machen ein paar Zahlen deutlich: Im Jahr 2014 wurden rund 0,7 Prozent des gesamten Strombedarfs von Nordrhein-Westfalen allein aus Grubengas gedeckt. Das waren sechs Prozent des gesamten „grünen“ Stroms des Landes. Die vermiedenen Treibhausgasemissionen beliefen sich dabei auf vier Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.

Über die RAG Montan Immobilien bzw. deren Beteiligungen an der montanSOLAR und der montanWIND engagiert sich die RAG in den Bereichen Windenergie und Photovoltaik (PV). In der Vergangenheit entstanden bereits Windkraftanlagen in Gelsenkirchen, Herten, Marl und Dinslaken. Weitere Projekte plant das Unternehmen derzeit im Saarland, die Genehmigungsverfahren laufen.

Auf PV-Anlagen setzt RAG Montan Immobilien im Wesentlichen im sonnenintensiveren Saarland. Zweckorientierte Beteiligungsgesellschaften planen und sichern Flächen, bevor die Anlagen projektiert und gebaut werden. Nach der Inbetriebnahme erfolgt dann die abschließende Veräußerung an Investoren – die RAG Montan Immobilien ist nicht der Betreiber dieser Anlagen. Das Projektmanagement innerhalb des gesamten Prozesses übernehmen hauptsächlich Ingenieure und Architekten der RAG Montan Immobilien und ihrer Partner. Im Saarland sind bereits neun PV-Anlagen in Betrieb genommen worden, darunter der Solarpark Brönnchestal in Landsweiler im Jahr 2014.

Neben der Projektierung und Errichtung einzelner Anlagen verfolgt RAG Montan Immobilien das Ziel, im Sinne eines integrierten Energiekonzepts unterschiedliche Träger erneuerbarer Energien an einem Standort sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Beispielhaft hierfür steht das Areal des ehemaligen Bergwerks Lohberg, auf dem gemeinsam mit der benachbarten Gartenstadt Deutschlands größtes zusammenhängendes CO2-neutrales Stadtquartier entstehen soll.

Stichwort CO2-Äquivalent

Stoffe,  die zum Treibhauspotenzial beitragen, werden mit einem Faktor in CO2-Äquivalente umgerechnet. So besitzt beispielsweise Methan (CH4) ein 25-fach höheres Treibhauspotenzial als CO2. Konkret bedeutet dies, dass die Emission von je 1 Kilogramm CO2 und 1 Kilogramm CH4 in Summe zu einem Netto-Treibhauspotenzial von 26 Kilogramm CO2-Äquivalenten führt.