Mit der Region verbunden. Nachhaltig.

Den Menschen im Unternehmen verpflichtet

Gesundheitsschutz besitzt in der Montanindustrie traditionell einen sehr hohen Stellenwert. Bei der RAG wird das  betriebliche Gesundheitsmanagement nach der Konzernrichtlinie AGU (Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz) organisiert. Strategische Entscheidungen trifft der Konzernausschuss AGU. Für deren Umsetzung zeichnet der Koordinierungsausschuss AGU verantwortlich, der seine Anweisungen an entsprechende Fach- und Arbeitskreise delegiert. Zur Planung von Maßnahmen sowie dem Offenlegen der betrieblichen Gesundheitsrisiken wurde der Regelkreis APUC (Analyse, Planung, Umsetzung, Controlling) installiert.

Persönliche Gesundheitskompetenz


Mit der Einführung des betrieblichen Gesundheitsmanagements „… inForm“ im Jahr 2009 verlieh die RAG dem hohen Stellenwert des Gesundheitsschutzes weiteren Nachdruck. Im Sinne der Nachhaltigkeit geht es nicht nur um banale Gesundheitsförderung durch sportliche Aktivitäten oder Ernährungstipps. Vor allem eine persönliche Gesundheitskompetenz soll erreicht werden. Im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe kann jeder Mitarbeiter die Chancen und Risiken für seine Gesundheit selbst einschätzen und gesundheitsgerecht handeln.

Gesundheitsquote seit Jahren unverändert hoch

Regelmäßig werden Gesundheitsberichte verfasst, die unter anderem Daten über die Dauer der Arbeitsun-fähigkeit, Entwicklung von Berufskrankheiten oder auch die gestellten medizinischen Diagnosen – selbstverständlich anonym – enthalten. Bei der RAG Deutsche Steinkohle lag in den vergangenen fünf Jahren die Gesundheitsquote immer über 93 Prozent, im Berichtszeitraum betrug sie 93,9 Prozent. Seit einigen Jahren ist trotz steigenden Altersdurchschnitts der Belegschaft ein deutlicher Rückgang der Arbeitsunfähigkeitszeiten (AU) zu erkennen. Im Jahr 2015 fehlte ein Mitarbeiter durchschnittlich 17,8 Tage (Zeitraum 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015). Die mit Abstand größte Diagnosegruppe nimmt trotz sinkender Tendenz nach wie vor mit knapp 40 Prozent aller Diagnosen die der Muskel- und Skeletterkrankungen ein.

Berufskrankheiten nehmen kontinuierlich ab

Als Berufskrankheit gelten die in der Berufskrankheiten-Verordnung aufgelisteten Krankheiten, die durch besondere Einwirkungen verursacht werden, denen bestimmte Personengruppen durch ihre Tätigkeit in erheblich höherem Grade als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind. Sollte der Verdacht auf eine Berufskrankheit vorliegen, ist der Unfallversicherungsträger zu unterrichten. Dieser prüft vor der Entscheidung über einen Leistungsanspruch in medizinisch-wissenschaftlicher und arbeitstechnischer Hinsicht, ob bestimmte Risiken am Arbeitsplatz auf den Erkrankten eingewirkt haben und ob die Erkrankung durch die berufliche Belastung verursacht worden ist. Dank zahlreicher Präventationsmaßnahmen nahm die Anzahl der Anzeigen zu bergbauspezifischen Berufskrankheiten kontinuierlich ab. Schwerpunkte der betrieblichen Präventionsmaßnahmen waren und sind die Reduzierung der Staubbelastung unter Tage sowie das Heben und Bewegen von Lasten.