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Alle Bergschäden werden reguliert

Der Bergbau hat die Landschaft in den Steinkohlenrevieren sichtbar verändert. An vielen Stellen liegt die Erdoberfläche heute tiefer, nicht selten um rund 20 Meter. Bergschäden, die daraus resultieren, werden auch über das Ende des aktiven Steinkohlenbergbaus hinaus reguliert. Die Bergschäden treten auf, wenn sich die Erdoberfläche aufgrund der darunter vom Abbau entstandenen Hohlräume senkt und zum Beispiel Risse in Bauwerken oder feuchte Keller verursacht. Die meisten der rund 25.500 neuen Meldungen pro Jahr enden einvernehmlich. Etwa 90 Prozent davon belaufen sich auf Schäden unter 5.000 Euro. Bei der Regulierung setzt die RAG auf drei Faktoren: fairen Umgang miteinander, transparentes Verfahren und vorausschauendes Handeln. Unterschiedliche Verbände, wie beispielsweise der Verband bergschadensbetroffener Haus- und Grundeigentümer (VBHG) unterstützen die betroffenen Bürger. Für strittige Fälle, etwa 90 pro Jahr, gibt es eine Schlichtungsstelle. Weniger als 20 Fälle im Jahr landen vor Gericht. Im Jahr 2015 beliefen sich die Gesamtkosten für die Schadensregulierung auf 170 Millionen Euro. Für die Schadensmeldung bietet die RAG ein Bergschaden-Service-Center mit kostenloser Hotline an.

Bergschäden werden nach einem nach der internationalen Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001 zertifizierten Bearbeitungsverfahren reguliert. Sämtliche Schäden werden bei Vor-Ort-Terminen von RAG-Mitarbeitern sachverständig begutachtet. Sie prüfen, ob gemeldete Schäden auf Bergbauaktivitäten zurückzuführen sind. Sind die Ansprüche gerechtfertigt, können Gebäudeeigentümer zwischen finanzieller Entschädigung und Reparatur wählen. An den noch aktiven Bergbaustandorten werden die Schäden meist repariert. Die mit der Bergschadensbearbeitung betrauten Mitarbeiter der RAG sind in der Regel Bauingenieure oder Bautechniker und sowohl fachlich als auch psychologisch geschult.

Hin und wieder kommt es auch mal zu einem spektakulären Fall von Bergschadensregulierung, wie die Hebung der Gregorschule in Bottrop-Kirchhellen im Herbst 2014. Das in Schieflage geratene Gebäude aus den fünfziger Jahren wurde um fast einen Meter hydraulisch angehoben und gesichert. Nach Ostern 2015 konnten die Schüler ihren Unterricht wieder aufnehmen. Die Kosten für diese technisch anspruchsvolle Maßnahme hat die RAG aufgrund ihrer gesetzlichen Verpflichtung getragen. Das Unternehmen wird auch nach dem Auslauf im Jahr 2018 die vom Bergbau verursachten Schäden regulieren.

Fallbeispiel: "Hebung der Gregorschule in Bottrop-Kirchhellen"

Ablauf der Bergschadensregulierung

Bergschadensmeldungen

Schlichtungsfälle