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RAG sichert alte Schächte

Zu den Hinterlassenschaften des Steinkohlenbergbaus zählen der Altbergbau, die Bergschäden sowie die zur Umnutzung vorgesehenen Grundstücke, auf denen vormals Bergbau betrieben wurde. Das Thema Altbergbau ist aufgrund der hohen Anzahl von rund 60.000 alten Tagesöffnungen, Schächten und Stollen allein in Nordrhein-Westfalen von großer Bedeutung. Aber nicht alle Schachtanlagen liegen im Zuständigkeitsbereich der RAG. Derzeit zeichnet das Unternehmen für einen Bereich von rund 30.000 Hektar mit oberflächen- und tagesnahem Abbau sowie circa 7.400 alten Tagesöffnungen verantwortlich. Mit modernster Technik wurden diese Standorte lokalisiert, bei Bedarf gesichert und in ein Monitoring überführt. Zu den Sicherungsmaßnahmen kommt eine aktive Suche nach tagesbruchgefährdeten Bereichen und – sofern erforderlich – deren Sanierung. Und wenn es um die Standsicherheit der teilweise jahrhundertealten Schächte aus fremdem Zuständigkeitsbereichen geht, steht die RAG mit ihrem Expertenwissen jederzeit zur Verfügung und ist gegebenenfalls auch als Dienstleister tätig.

Die Altschächte der RAG sind kartiert und werden regelmäßig nach Vorgaben eines zertifizierten Managementsystems befahren. Welche Tagesöffnung saniert werden muss, hängt entscheidend davon ab, was sich in ihrem Gefährdungsbereich befindet. Hohe Priorität besitzen die Folgen des Altbergbaus im Umfeld von Schulen, öffentlichen Gebäuden sowie Kinderspielplätzen. Ehemalige Schächte in Waldgebieten werden abgezäunt und mit Gefahrenbeschilderung versehen. Derzeit werden von der RAG etwa 30 Schächte pro Jahr saniert, im Berichtszeitraum waren es insgesamt 41 alte Tagesöffnungen.