Mit der Region verbunden. Nachhaltig.

Verantwortung trifft Innovation

Schon vor Auslauf des aktiven Steinkohlenbergbaus konzentriert sich die RAG auf die zukünftigen Aufgaben in ihren Verantwortungsbereichen in NRW (Ruhrgebiet und Ibbenbüren) und an der Saar. Diese umfassen u.a. die Abwehr von Gefährdungen aus dem oberflächennahen Steinkohleabbau sowie durch alte Schächte. Dazu hat RAG den Bereich „Nachbergbau“ gegründet, der das Know-how des Markscheidewesens, der Bergbaunachsorge (Gefahrenanalyse und Prävention) und der Geodaten bündelt.

Die Regulierung von Bergschäden wird in bewährter Weise fortgeführt.

 

Verantwortung

Der Verantwortungsbereich der RAG ergibt sich aus 728 Steinkohlenberechtsamen mit einer Gesamtfläche von mehr als 5.200 km² und mit über 7.000 Tagesöffnungen. In einem Teilbereich von rund 120 km² sind Tagesbrüche möglich.

Alle bekannten, risikobehafteten Bereiche unterliegen einem Monitoring. 2016 und 2017 wurden über 20.000 Befahrungen durchgeführt, insgesamt wurden in diesen beiden Jahren rund 80 Maßnahmen präventiv durchgeführt.

 

Innovation

Die RAG war auch aufgrund der Beherrschung der komplexen Lagerstättensituation technologisch führend. Die hochentwickelte Technik und das vorhandene Know-how werden im Nachbergbau genutzt und weiterentwickelt.

Die Dokumentation der bergbaulichen Tätigkeiten ist aus mehr als 150.000 - teils historischen - Karten und Rissen zu entnehmen, die digital im Rissarchiv vorliegen und über das Geoportal der RAG (Digitale Service-Akte - DSA) mit einer Vielzahl weiterer zeit- und raumbezogener Themen - z.B. Abbausituation, Geologie, Betriebsanlagen, Gebietseinheiten, Luftbilder -  dargestellt und analysiert werden. Wissensmanagement spielt eine wesentliche Rolle in den Prozessen des Nachbergbaus.

Die DSA ist somit sowohl ein Instrument, um effizient die täglichen Aufgaben im Nachbergbau zu bewältigen, als auch, um das erforderliche Know-how mittels neuester Technologien in die Gegenwart zu überführen und aufrecht zu erhalten.

 

Information der Öffentlichkeit

Bürger können sich zu bergbaulichen Einwirkungen für ihren Wohnort bequem über den Bürgerinformationsdienst – BID im Internet informieren.

 

Kommunikation mit Behörden und Betroffenen

Vor jeder einzelnen Prophylaxemaßnahme wird die jeweilige Behörde informiert, ein Gespräch mit betroffenen Bürgern gesucht und ein Einverständnis zur Durchführung der Maßnahme hergestellt.
Je nach Umfang der Maßnahme sind Pressemitteilungen und  Bürgerversammlungen  ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Wöchentlich können sich Betroffene und Behörden  darüber hinaus vor Ort aus erster Hand informieren.
Das Abschlussgutachten wird dem Eigentümer und der Behörde übergeben.