Mit der Region verbunden. Nachhaltig.

Danke Kumpel!

Glückauf Zukunft!

Bergbau. Unser Erbe.

Alles im Plan

Mit ihren Angeboten zur Aus-, Fort- und Weiterbildung sichert die RAG die eigene Zukunft und bietet ihrer Belegschaft die Möglichkeit zur bedarfsgerechten persönlichen und fachlichen Entwicklung. Den tariflich vereinbarten, sozialverträglichen Personalabbau setzte die RAG im Berichtsjahr planmäßig fort. Dabei bleibt der Anspruch bestehen, dass niemand ins Bergfreie fällt.

Trotz des Personalabbaus müssen die Prozesse bis zum Ende der Steinkohlenförderung im Jahr 2018 und darüber hinaus stabil laufen. Im Sinne einer nachhaltigen Personalentwicklung wird das vor allem dadurch gewährleistet, dass frei werdende Stellen im Wesentlichen mit Mitarbeitern aus dem eigenen Unternehmen nachbesetzt werden. Für all jene, die sich schon eine Perspektive jenseits des Bergbaus schaffen müssen, bietet die RAG bereits seit Jahren umfassende Unterstützungsmaßnahmen an, zum Beispiel die Handwerkerinitiative oder die Einarbeitungsqualifizierung.

 

Neue Aufgaben übernehmen

Die Weiterbeschäftigung erfordert von den verbleibenden Mitarbeitern ein hohes Maß an Flexibilität. Sie müssen bereit sein, neue Aufgaben und Tätigkeiten zu übernehmen und die dafür nötigen Qualifikationen zu erwerben. Die RAG bietet ihnen daher eine Vielzahl von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen an. Schwerpunkte bilden beispielsweise die Themen Arbeitssicherheit, Transport- und Maschinentechnik, Elektrotechnik oder auch Mitarbeiterführung.

Um festzustellen, welche Schulung in welcher Intensität in jedem Einzelfall erforderlich ist, nutzt die RAG eine in Deutschland einzigartige Datenbank: Sie hält in rund 16 Millionen Datensätzen fest, was jeder einzelne RAG-Mitarbeiter an Know-how und Kompetenzen mitbringt. Das erlaubt eine hohe Zielgenauigkeit bei Personaleinsatz und -entwicklung. Die RAG ist in der Lage, alle bis zum Jahr 2018 notwendigen Personalentwicklungsmaßnahmen festzustellen und zu initiieren. Die Schulungen erfolgen je nach Bedarf in Gruppen oder individuell und sowohl extern als auch intern, etwa im konzerneigenen Trainingszentrum Bergbau in Recklinghausen.

Ein wenig anders verhält es sich beim Beteiligungsunternehmen RAG Montan Immobilien: Über die Personalentwicklung berät ein aus Führungskräften bestehender Managementkreis, der sich viermal pro Jahr trifft. Hier werden die rund 350 Mitarbeiter zu einem jährlichen Mitarbeitergespräch mit ihren Vorgesetzten eingeladen. Darin werden Zielvereinbarungen getroffen und entsprechender Fort- und Weiterbildungsbedarf festgelegt. Dies gilt ebenso für die außertariflich bezahlten Mitarbeiter der gesamten RAG.

 

Bei Aus- und Weiterbildung geht es auch um Werte

Insgesamt investierte die RAG im Jahr 2015 rund 6,6 Millionen Euro in Fort- und Weiterbildung. Die Fortbildungsschichten pro Kopf belaufen sich auf rund 4,6. Ein Beispiel dafür ist das spezielle Weiterbildungskonzept für die Grubenwehr, das im Berichtsjahr evaluiert und verbessert wurde. Insgesamt rund 140 Personen haben bis Juni 2015 die beiden Module dieser Maßnahmen durchlaufen: Oberführer und ihre Stellvertreter, Hauptgerätewarte sowie Truppführer. Die anschließende Evaluation ergab eine hohe Zufriedenheit der Teilnehmer. Diese sahen sich in ihrer Motivation und ihrem Zusammenhalt vor allem durch die Weiterbildung, bei der es auch um die Festigung von Werten ging, gestärkt. Wegen der guten Ergebnisse werden diese Maßnahmen fortgesetzt und vertieft.

Ein wichtiges Instrument für den individuellen Know-how-Transfer innerhalb der RAG ist die „Wissensstafette“. Dabei übergeben die Mitarbeiter, die ihre Position wechseln beziehungsweise in den Ruhestand gehen, ihr Know-how strukturiert an ihre Nachfolger. Allerdings geht es nicht nur um die Vermittlung von Fachwissen, sondern auch um Führungs- und Personalfragen und um die generelle Weitergabe von Erfahrungen und kulturellen Werten. Bisher wurden 71 dieser Stafetten gestartet, von denen bis Ende 2015 bereits 64 erfolgreich abgeschlossen wurden.

 

Beste Aussichten für letzte Ausbildungsgeneration

Im Jahr 2014 haben zum letzten Mal junge Menschen eine Ausbildung in den Bergbaubetrieben der RAG begonnen. Derzeit zählt das Unternehmen noch 426 Auszubildende in acht Berufen – hauptsächlich Maschinentechnik, Elektrotechnik, Mechatronik sowie Chemie und Umweltschutz. Sie alle werden bis zum Auslauf einen qualifizierten Abschluss machen können. Dank der anerkannt hohen Qualität der Ausbildung bestehen in der Regel rund 95 Prozent von ihnen die Abschlussprüfungen mit Erfolg. Das Beteiligungsunternehmen RAG Montan Immobilien bildet in Kooperation mit dem Immobilienkonzern Vivawest Wohnen jedes Jahr drei Nachwuchskräfte zu Immobilienkaufleuten aus.