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Kompetenzen sichern für die Zukunft

Die RAG des Jahres 2026 wird sich grundlegend von der des Jahres 2016 unterscheiden. Die Steinkohlenförderung wird es dann nicht mehr geben, vielmehr wird es im Wesentlichen um die verantwortungsbewusste Bearbeitung der Bergbaufolgen gehen. Ob auch die zukünftige RAG erfolgreich sein wird, hängt entscheidend von einem Faktor ab: Wird es gelingen, die Führungs- und Fachkräfte von morgen zu identifizieren, mit den notwendigen Kompetenzen und Qualifikationen auszustatten und an den richtigen Stellen einzusetzen?

Die RAG hat zu diesem Zweck bereits vor über zehn Jahren ein System zur Identifikation und kontinuierlichen Entwicklung von Führungskräften geschaffen, das seither regelmäßig angepasst und optimiert wird. Dank dieses Systems konnte ein Management-Pool gebildet werden, der sicherstellt, dass der Bedarf an Fach- und Führungskräften auf absehbare Zeit aus der eigenen Belegschaft gedeckt werden kann. Dieser Pool speist sich aus zwei Teilen. Einerseits den Führungskräften der Zukunft, die bereits die erste oder zweite Führungsebene erreicht haben und zum anderen aus Potenzialträgern, die für diese Ebenen infrage kommen.

Das Entwicklungsprogramm für beide Zielgruppen wurde im Jahr 2012 aufgelegt. Nach der erfolgreichen Absolvierung eines Entwicklungsworkshops durchlaufen die Teilnehmer ein intensives Programm, das Elemente der persönlichen und fachlichen Entwicklung beinhaltet und die Vernetzung untereinander fördert. Der Management-Pool umfasst, nach Aufnahme von 18 neuen Kandidaten, im Berichtsjahr 46 Führungskräfte und Potenzialträger. Davon haben zehn bereits die erste oder zweite Führungsebene erreicht.

Führung durch Vorbild

Alle Führungskräfte, vom Reviersteiger bis zum Bereichsleiter, sind in den Führungs- bzw. Trainingswerkstätten im Abstand von zwölf bis 24 Monaten dazu aufgefordert, sich mit ihrer Führungsrolle und einem Schwerpunktthema auseinander zu setzen. Die 23 Führungswerkstätten des Jahres 2015, an denen insgesamt 510 Mitarbeiter teilnahmen, drehten sich beispielsweise um das Thema „Stabilität und Sicherheit durch Flexibilität und Kreativität“.
Die Themen der Werkstätten, insbesondere der Trainingswerkstatt, ergeben sich aus der Mitarbeiterbefragung und berücksichtigen dabei betriebsspezifische Schwerpunkte. Ein weiteres Instrument ist die RAG-Sommerakademie. Über 410 Teilnehmer besuchten im Berichtszeitraum fünf Veranstaltungen im RAG-Haus Osterfeld. Mit Erfolg: Mehr als drei Viertel von ihnen gaben anschließend an, die Akademie verleihe ihrer täglichen Arbeit nützliche Impulse. Neun von zehn Teilnehmern schätzten vor allem den „Blick über den eigenen Horizont“, den ihnen diese Veranstaltung ermöglichte.
In allen Veranstaltungsformaten geht es nicht nur um unternehmerisches Handeln und Fachkompetenz. Mindestens ebenso wichtig ist die Vermittlung der Führungsgrundsätze der RAG. Die Veranstaltungen beleuchten daher auch teamorientiertes Arbeiten, Führung durch Zielvereinbarungen, offene Kommunikation und Information sowie die Förderung einer Kultur des Lernens und Veränderns. Im Zentrum steht immer das, wonach alle Führungskräfte der RAG streben sollten: Führung durch das eigene Vorbild.