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In der Belegschaft herrscht hohe Zufriedenheit

Die Motivation und die Leistungsbereitschaft der RAG-Mitarbeiter bleiben – trotz der stark rückläufigen Beschäftigtenzahlen und des Ziels der Beendigung des deutschen Steinkohlenbergbaus seit Inkrafttreten des Steinkohlefinanzierungsgesetzes im Jahr 2007 – auf höchstem Niveau. Dafür musste jedoch ein Umdenken im gesamten Konzern stattfinden. Geschafft wurde dies durch eine neue, moderne, feedback-orientierte Unternehmenskultur. Dazu bedurfte es allerdings aufgrund des traditionell eher hierarchisch geprägten Systems von „Befehl und Gehorsam“ eines intensiven Dialogs zwischen Unternehmensführung und Mitarbeitern.

Eines der wichtigsten Dialoginstrumente war und ist die konzernweite Mitarbeiterbefragung, die im Auftrag des Konzernvorstands in regelmäßigen Abständen die Meinung der Belegschaft einholt. Seit dem Jahr 2003 wurde sie um einen gesteuerten und verpflichtenden Nachfeldprozess ergänzt. Die konzernweite anonyme Mitarbeiterbefragung wird von den Beschäftigten gut angenommen und als willkommene Chance zum Feedback betrachtet. Im Jahr 2013 lag die Beteiligung bei über 96 Prozent – eine Steigerung um 1,2 Prozentpunkte gegenüber der vorherigen Befragung im Jahr 2009. Zurückzuführen ist dieser große Zuspruch der Mitarbeiter wohl auch auf die Erwartung, dass die Befragung zu positiven Veränderungen im eigenen Bereich führen könne. Im Rückblick von 2013 bestätigten diese Annahme immerhin bereits 45 Prozent der Befragten für die 2009 durchgeführte Mitarbeiterbefragung.

 

Positives Gesamtergebnis

Die letzte Umfrage bescheinigte der RAG ein insgesamt positives Gesamtergebnis für die Betriebe und Gesellschaften. So ist das Unternehmen zum Beispiel bei den Themen Führung, Know-how-Management und Sicherheit gut aufgestellt. 84 Prozent der Mitarbeiter waren beispielsweise der Ansicht, dass „im Unternehmen viel für Sicherheit beziehungsweise Arbeitsschutz getan wird“ und vier von fünf stimmten der Aussage „Ich bin stolz darauf, für die RAG zu arbeiten“ zu. Selbst bei den schlechteren Bewertungen war immer noch fast jeder Zweite „optimistisch, was die Zukunft der RAG betrifft“. Einzig die Aufstiegschancen wurden nur von 39 Prozent der Befragungsteilnehmer positiv gesehen; dieser Anteil lag jedoch deutlich über dem Durchschnittswert einer Vergleichsstudie (28 Prozent). Das Gesamtergebnis wertet die RAG als Erfolg der konsequenten Arbeit in der Personal- und Führungskräfteentwicklung. 

Im Jahr 2014 führte die RAG zum zweiten Mal im Sinne einer Impulsbefragung das jährliche „Führungsbarometer“ durch, das die klassische Mitarbeiterbefragung in den Jahren ergänzt, in denen keine konzernweite Mitarbeiterbefragung stattfindet. Damit will sich die RAG ein Bild zur Motivations- und Stimmungslage im Unternehmen verschaffen. Das Führungsbarometer richtet sich an die Führungskräfte von der ersten Ebene unterhalb des Vorstands bis zu den Revier- und Schichtsteigern mit Führungsverantwortung. Die Ergebnisse bestätigten die hohe Identifikation und Motivation, mit der die Strategie und Ziele des Unternehmens gelebt und umgesetzt werden. Es herrscht dieselbe starke Verbundenheit der Führungskräfte mit dem Bergbau und dem Unternehmen, die auch die Belegschaft in der Gesamt-Mitarbeiterbefragung zum Ausdruck brachte.

 

Aus der Analyse folgen Maßnahmen

Vorgabe für den Nachfeldprozess der Mitarbeiterbefragungen ist es, möglichst innerhalb der ersten sechs Wochen nach Auswertung der Ergebnisse drei erkannte Stärken sowie drei erkannte schwächere Themen zu kommunizieren und mögliche Handlungsansätze für Veränderungsmaßnahmen nach dem Leitmotiv „Stärken ausbauen, Schwächen abbauen“ abzuleiten. Rund acht Monate nach der Befragung im Juni 2013 waren über 400 einzelne Maßnahmen mit jeweils verantwortlichen Ansprechpartnern beschrieben, von denen bis Juni 2014 bereits rund ein Drittel erfolgreich abgeschlossen wurden. Bis Mai 2015 wurden fast 500 Maßnahmen analysiert, von denen bis dahin lediglich 63 geplante Aktivitäten noch nicht gestartet waren. Das entspricht einer Umsetzungsquote von 87 Prozent.