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Den Wandel vorbereiten

Der Steinkohlenbergbau in Deutschland befindet sich auf seinem geplanten Auslaufkurs. Sowohl bis zum Ende des Jahres 2018 als auch für die Zeit danach gibt es für die RAG zentrale Aufgaben zu erledigen. Denn schon heute laufen die Vorbereitungen für die Nachbergbauzeit.

Bis zum Jahr 2018 kommt das Unternehmen aber auch seiner Aufgabe nach, die vorgegebenen Fördermengen zu erfüllen. So sollen in Bottrop in den verbleibenden drei Jahren 7,2 Millionen Tonnen und in Ibbenbüren 3,1 Millionen Tonnen Steinkohle gefördert werden. Zum Jahresende arbeiteten 9.631 Mitarbeiter im RAG-Bergbau-Bereich daran, dieses Ziel zu erreichen. Bis zum Auslauf sinkt die Zahl der Mitarbeiter kontinuierlich und sozialverträglich weiter auf 2.456 Mitarbeiter. Die durch den Personalabbau rückläufigen Ressourcen an Fachkräften sowie das damit abfließende Know-how fängt der Konzern durch einen optimierten Wissenstransfer zwischen den Mitarbeitern, eine effizientere Gestaltung der Arbeitsabläufe sowie durch kontinuierliche und umfassende Weiterbildungsmaßnahmen auf. In den verbleibenden Jahren des Steinkohlenabbaus steht die RAG vor großen Herausforderungen: Es gilt, die verbleibenden Mitarbeiter auf die Zeit nach der Schließung der letzten Zechen vorzubereiten. Denn: Kein Bergmann fällt ins Bergfreie. So lautet nicht nur die Verpflichtung, die in den politischen Beschlüssen zur Beendigung des subventionierten Steinkohlenbergbaus festgehalten ist.

Die sozialverträgliche Ausgestaltung des Auslaufkurses entspricht auch voll und ganz dem Geist der Solidarität, der unter Bergmännern herrscht. Insbesondere jüngeren Mitarbeitern will die RAG durch Umschulungsangebote den reibungslosen Wechsel zu einem Arbeitsplatz außerhalb des Bergbaus so leicht wie möglich gestalten.

 

Gut aufgestellt die Zukunft mitgestalten

Die RAG richtet aber auch den Blick nach vorn, auf die Zeit nach 2018. In der Kooperationsvereinbarung „Wandel als Chance“ hat sich das Unternehmen mit Städten und dem Land NRW gemeinsam darauf verständigt, bereits stillgelegte Bergbauflächen für die zukünftige Nutzung durch die Kommunen zu entwickeln. Dabei wird der Konzern seine Rolle als Standortentwickler durch die RAG Montan Immobilien GmbH aktiv fortführen. Ein weiteres Handlungsfeld bilden die sogenannten Ewigkeitsaufgaben, die das Wassermanagement umfassen. Darüber hinaus kommt die RAG auch endlichen Aufgaben nach. Dazu gehören zum einen das Regulieren von Bergschäden aus dem neuzeitlichen Tiefenbau. Zum anderen trägt die RAG auch Verantwortung für den Altbergbau, für den das Unternehmen die Rechtsnachfolge übernommen hat.

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