Mit der Region verbunden. Nachhaltig.

Bienen in der Stadt

Ganzheitlich denken, Erträge ernten: Ziele des Projekts

Eigene Bienenstöcke auf dem Dach der RAG Montan Immobilien – das ist erst der Anfang. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund (NABU) verfolgt die RAG das Ziel, den Lebensraum „Stadt“ wieder zu einem begehrten Lebensraum für Bienen zu machen. Neben dem eigenen aktiven Artenschutz und der Ansiedlung von Bienen auf geeigneten innerstädtischen Flächen zählt vor allem die Vernetzung regional gleichgesinnter Verbände und Vereine zu den Zielen des Projekts. Ein ganzheitlicher Gedanke, der sowohl Umweltbewusstsein als auch den Aspekt der gesellschaftlichen Mobilisierung umfasst. Der Ertrag: Bienen in der Stadt und Honig für die Region.

Nun gehen die Kooperationspartner eine nächste Herausforderung an: Ihr Folgeprojekt „Bienennetzwerk Ruhrgebiet“ soll Umwelt- und Naturschutzverbände sowie Imkervereine und Flächeneigentümer zusammenbringen, um den Austausch zu fördern und um Pollen und Nektar sammelnde Insekten zu unterstützen – immer mit dem Ziel vor Augen, Aufklärungsarbeit zu leisten und zum Mitmachen anzuregen. Um ausgewählte Imker zu unterstützen, will RAG Montan Immobilien ihnen die Möglichkeit bieten, ihre Bienenstöcke auf geeigneten Flächen des Unternehmens zu errichten.

Bienensterben

Die Honigbiene zählt zu den bedeutendsten Nutztieren in Deutschland, denn von ihrer Arbeit profitiert die gesamte Nahrungskette. Gäbe es keine Bienen, müssten die Menschen bald auf Obst und Gemüse verzichten, denn die arbeitsamen Insekten decken 80 Prozent der erforderlichen Bestäubung ab. Doch viele Einflüsse bedrohen die heimischen Bienenvölker: Milben, Viren, Pestizide, veränderte Lebensbedingungen und auch der Mensch. Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) sterben jährlich in Europa rund ein Drittel aller Bienenvölker.

Das Engagement lohnt sich: Honigernte

Das Engagement für die Bienen verdeutlicht als ein Beispiel von vielen Maßnahmen das umweltbewusste und -bezogene Handeln der RAG in den Bergbauregionen. Mit dem Engagement in den beiden Projekten „Bienen in der Stadt“ und „Bienennetzwerk Ruhrgebiet“ will das Unternehmen das Bewusstsein für die Bedeutung von Bienen in städtischen Lebensräumen schärfen.

Für die artgerechte Haltung zeichnen bei RAG Montan Immobilen Ines Mogge und Oliver Häckel verantwortlich. Projektkoordinatorin Mogge steuert die Zusammenarbeit mit dem NABU und die ökologische Baubegleitung. Häckel übernimmt die Betreuung von Königinnen, Bienen und Drohnen.

Der Erfolg spricht für sich: An guten Tagen legen die Bienen bis zu 2000 Eier und produzieren fleißig Honig.

Prädikat wertvoll

Die fleißigen Bienen von Zollverein ernteten bereits erste Erfolge: Der Deutsche Imkerbund bestätigte die Spitzenqualität des „Honigs vom Welterbe“ mit einer Goldurkunde. „Eine Prämierung zu bekommen ist nicht leicht“, betonte Doris Hielkema-Broziewski, Sachverständige für Honig des zuständigen westfälisch-lippischen Imkerverbands. Das detaillierte Prüfschema umfasst nicht nur Geschmack, Farbe und Konsistenz, auch der Geruch, der Wassergehalt und die Aufmachung des Wasserglases fließen mit in die Bewertung ein.

  250.000

Bienen auf dem Dach der RAG Montan Immobilien

               bis
 2000

                  Eier legen Bienen pro Tag

                rund
 110

                      Kilogramm Honigernte in 2014