Mit der Region verbunden. Nachhaltig.

Auguste Victoria: Das Ende einer Ära.

Mit der Stilllegung des traditionsreichen Bergwerks verabschiedet sich der deutsche Steinkohlenbergbau aus Marl.
Das Engagement der RAG in der Region ist damit aber noch lange nicht vorbei. Gemeinsam mit seinen Partnern
stellt das Unternehmen die Weichen für eine zukunftsfähige Anschlussnutzung des Geländes von Schacht 3/7.

Am 18. Dezember 2015 endete im Rahmen der großen Abschlussveranstaltung „Das letzte Fördergefäß“die Produktion des Bergwerks Auguste Victoria in Marl. Der Aufsichtsrat der RAG hatte die Stilllegung bereits im Dezember 2013 beschlossen und war damit den Vorgaben der Politik nachgekommen. Im Abschlussjahr war der Belegschaft sogar noch ein Rekord gelungen: 18.687 Tonnen Steinkohle täglich förderten die AV-Mitarbeiter im März 2015 und erzielten damit eine neue Bestmarke bei der durchschnittlichen Tagesförderung eines Monats auf Auguste Victoria. „Sie zeigen eine ungebrochen hohe Motivation bis zum letzten Tag. Im Auslauf noch Rekorde zu schaffen muss Sie mit Stolz erfüllen. Ohne Ihre Flexibilität wäre der Auslauf nicht so reibungslos verlaufen“, sagte RAG-Vorstandsvorsitzender Bernd Tönjes bei der Abschlussveranstaltung.

Rund 2.000 Bergleute hatten im Abschlussjahr noch auf Auguste Victoria gearbeitet. Um den Auslauf der Steinkohlenförderung in Marl sozialverträglich zu gestalten, nahmen Anfang 2016 rund 700 Beschäftigte eine Tätigkeit in den beiden verbliebenen RAG-Bergwerken Prosper-Haniel und Anthrazit Ibbenbüren auf. Weitere Mitarbeiter wechselten in ein anderes Unternehmen oder in den Vorruhestand.


„Höchste Motivation bis zur letzten Schicht - dafür steht die Mannschaft von Auguste Victoria".

Peter Schrimpf, Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft

 



 

Berichterstattung zur Veranstaltung
hinsichtlich der Schließung unseres Bergwerks:



 

Impressionen des Bergwerks,
von der Teufe bis zur letzten Förderung:

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Dr. Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftnug und Marcel Vassiliadis (IGBCE) verabschieden den Steinkohlenbergbau in Marl

Fördergerüste des Bergwerks Auguste Victoria 3/7

Schacht AV 7: Die Abteufmannschaft bei der Butterpause. Im Jahr 1959 war ihre Arbeit vollbracht – bei einer Endteufe von 960 Metern.

Es ist fast geschafft: die Abteufmannschaft vor dem Schacht AV 2, der 1906 in Betrieb ging.

Beim Rückbau demontieren die AV-Mitarbeiter die gesamte Infrastruktur des Bergwerks, darunter auch die sogenannten Dieselkatzen. Foto: RAG, Thomas Dümmermann

Kohletransport: Logisitk am Bergwerk Auguste Victoria

Mächtige Maschine: Die „Erzschachtfreunde” des Heimatvereins retteten die Maschinenhalle vor dem geplanten Abriss und machen Bergbau weiterhin erlebbar.

Die Weichen für die Folgenutzung sind gestellt: das Gelände der Schachtanlage Auguste Victoria 3/7 mit dem Chemiepark Marl im Hintergrund.

Auguste Victoria im Jahr 2016: Windenergie

Im November 2014 übergab NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin den Zuwendungsbescheid für die Machbarkeitsstudie an Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl, in Anwesenheit von Volker Duddek, Projektleiter RAG Montan Immobilien (links), und Jürgen Kroker, Werksleiter des Bergwerks Auguste Victoria (2. von links).

Knappenchor ehrt Kumpel vom Bergwerk Auguste Victoria

Kumpel und Mitarbeiter der Grubenwehr werden geehrt

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen (a.D.), Norbert Maus, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der RAG Aktiengesellschaft und Bergwerksdirektor Jürgen Kroker verabschieden Kumpel des Bergwerks Auguste Victoria.

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen (a.D.), Dr. Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung (a.D.) und Marcel Vassiliadis, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie verabschieden Kumpel des Bergwerks Auguste Victoria.



 

Ihr Weg zum Bergwerk Auguste Victoria: