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21.03.2022

Zukunft des Erlebnisbergwerks Velsen ist gesichert

RAG überträgt dem betreibenden Verein den ehemaligen Lehrstollen.

Bisher wurde das denkmalgeschützte ehemalige Ausbildungsbergwerk vom Verein Erlebnisbergwerk Velsen im Saarland gemietet. In der vergangenen Woche unterschrieben der Verein, die RAG und das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes die Verträge.

Die gefundene Lösung ist Ergebnis gemeinschaftlichen Engagements: Als neuer Eigentümer trägt der Verein die gegebenenfalls anfallenden Schließungs- und Verfüllkosten. Die RAG zahlt deshalb die im Abschlussbetriebsplan ermittelten Schließungskosten von rund 1,5 Millionen Euro an den Verein, der das Geld an das saarländische Finanzministerium weiterleitet. Das Land sichert dem Verein dafür zu, die Kosten im Falle einer notwendigen Schließung zu tragen und übernimmt somit auch das Risiko einer Kostensteigerung in der Zukunft.

Stefan Hager, Regionalbeauftragter der RAG Aktiengesellschaft, dankte allen Beteiligten für ihr außerordentliches Engagement und Durchhaltevermögen. „Wir freuen uns, dass wir eine für alle tragbare und nachhaltige Lösung gefunden haben.“ Der Fortbetrieb des ehemaligen Lehrstollens als Erlebnisbergwerk sei so gesichert. „Velsen zeigt einmal mehr, dass es der Zusammenarbeit aller bedarf, wenn der Strukturwandel gelingen soll. In diesem Sinne hoffen wir auch für die Denkmäler des Bergbaus Lösungen zu finden. Wir wünschen dem Verein Erlebnisbergwerk Velsen für die Zukunft viele Besucher, engagierte Mitglieder und vor allem Bergmannsglück.“Volker Etgen, erster Vorsitzender des Vereins, bestätigte: „Die Übereignung gibt uns Planungssicherheit und das Schicksal dieses in Deutschland einzigartigen Lehrbergwerks liegt zukünftig in unserer Hand."

„Velsen bietet eben nicht nur einen Blick in die Vergangenheit, sondern ist vor allem ein Zukunftsort“, sagte die saarländische Kulturministerin Christine Streichert-Clivot bei der Unterzeichnung der Verträge. „Wir brauchen vernetzte Angebote zwischen den unterschiedlichen Orten der Bergbau- und Industriekultur und wir brauchen mehr Professionalisierung, die die außerordentliche ehrenamtliche Arbeit in diesem Bereich unterstützt. Wir müssen folglich im neuen Haushalt auch über mehr Mittel für die Industriekultur sprechen.“

Bis 2011 bildete die RAG in dem Ausbildungswerk noch Bergleute aus. Der Verein betreibt den Lehrstollen seit dem Ende des Bergbaus im Saarland als Besucherbergwerk. Auf 800 Meter Strecke auf drei verschiedenen Sohlen können mächtige Schilde in mehreren Streben, Förderbänder, Transportbahnen und Bohrgeräte besichtigt werden. Das Besondere: Sämtliche Maschinen und Techniken des aktiven Bergbaus sind vorhanden und betriebsbereit.

Für Kulturministerin Christine Streichert-Clivot ein besonderer Moment. Die Bergmannstochter fühlt sich dem kulturellen Bergbauerbe auch persönlich verpflichtet und hat in den letzten Jahren zusammen mit den Ehrenamtlichen des Vereins und der RAG an der nun getroffenen Lösung gearbeitet: „Die Möglichkeit, in Velsen den ehemaligen Ausbildungsstollen zu besuchen, wird gerade von Schulklassen stark angenommen. Die Betreiber konnten sich vor der Pandemie kaum vor Anmeldungen retten. Velsen bietet eben nicht nur einen Blick in die Vergangenheit, sondern ist vor allem ein Zukunftsort. Wir brauchen vernetzte Angebote zwischen den unterschiedlichen Orten der Bergbau- und Industriekultur und wir brauchen mehr Professionalisierung, die die außerordentliche ehrenamtliche Arbeit in diesem Bereich unterstützt. Wir müssen folglich im neuen Haushalt auch über mehr Mittel für die Industriekultur sprechen.“

Nach der Vertragsunterzeichnung (von links): Dr. Carsten Grammes vom Verein Erlebnisbergwerk Velsen, der Regionalbeauftragte der RAG Stefan Hager, die Ministerin für Bildung und Kultur Christine Streichert-Clivot und Volker Etgen vom Verein Erlebnisbergwerk Velsen. Fotos: Becker&Bredel/Frank Bredel

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