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17.11.2017

Zentrale Leitwarte der Zukunft

Herne bleibt wichtiger Standort des Bergbaus

Herne. Ende 2018 läuft der deutsche Steinkohlenbergbau in Deutschland aus. Damit wird eine bedeutende Ära der deutschen Industriegeschichte ihr Ende finden. Eine Ära, die nicht nur die Steinkohlenreviere geprägt hat, sondern auch wesentlich  zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und auch Europa beigetragen hat. 

„Die Beendigung der aktiven Förderung bedeutet jedoch nicht das Ende der Verantwortung der RAG in den ehemaligen Bergbauregionen“, so RAG Vorstandschef Bernd Tönjes. Er legte jetzt mit dem Oberbürgermeister der Stadt Herne, Dr. Frank Dudda, den Grundstein für eine moderne Leitwarte am Standort Herne-Wanne.  In Herne sollen ab 2019 alle Leitungen zusammengeführt werden,  die die so genannten Ewigkeitsaufgaben des Bergbaus kontrollieren.

  

Nach Beendigung der Steinkohleproduktion beschäftigt sich die RAG mit den Bergbaufolgen. Dabei handelt es sich einerseits um die sogenannten Ewigkeitsaufgaben rund um die  Grubenwasserhaltung, die Poldermaßnahmen und die Grundwassersanierung an sensiblen Standorten. Andererseits um die endlichen Aufgaben wie Entwicklung der Bergbauflächen und die Regulierung von Schäden, 

die durch den Bergbau entstanden sind.  Bernd Tönjes: „Bei all den Dingen, die wir tun, werden immer der Schutz von Mensch und Umwelt, ganz besonders der Trinkwasserschutz, im Mittelpunkt stehen.“

Für die Zukunftsaufgaben entsteht in Herne auf dem ehemaligen Bergwerk Pluto bis zum Ende nächsten Jahres die neue zentrale Leitwarte zur Steuerung und Überwachung. „Von hier aus steuern wir alle mit der Wasserhaltung zusammenstehenden Überwachungssysteme an Ruhr, Saar sowie Ibbenbüren. Daneben werden auch Daten aus dem technischen Gebäudemanagement, der Instandhaltungs- und Personaleinsatzplanung erfasst“, so Projektleiter Dirk Ostermann von der RAG.


Hernes OB Dr. Dudda: „Die Leitwarte zeigt, dass die RAG gemeinsam mit der Stadt Herne Verantwortung übernimmt für die Ausgestaltung ehemaliger Bergwerksstandorte. So schaffen wir Perspektiven für diesen Standort und für die Stadt.“  Herne war immer Heimat des Bergbaus und werde es bleiben, so Dudda weiter. 


„Herne bleibt mit der neuen Leitwarte im wahren Sinne des Wortes Zukunftsstandort.Dazu passt das Engagement der RAG auf Pluto, aber auch die Entwicklung des langjährigen Standortes der RAG-Hauptverwaltung am Shamrockring. Mit dem Standort hier in Bickern setzen wir zudem ein klares Zeichen für die Entwicklung des Stadtteils."