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28.11.2018

Ruhrbischof unternimmt Grubenfahrt

Um den Einsatz und die Lebensleistung der Bergleute zu würdigen, unternahm Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck wenige Wochen vor dem Ende des aktiven Steinkohlenbergbaus in Deutschland eine Grubenfahrt auf dem Bergwerk Prosper-Haniel.

Neben Overbeck nahmen unter anderem Dompropst Thomas Zander und Professor Dr. Antonius Hamers, Leiter des Katholischen Büros in Düsseldorf, an der Grubenfahrt teil. Der RAG-Vorstandsvorsitzende Peter Schrimpf und Werksleiter Jürgen Kroker erläuterten den Gästen unter Tage, wie die Stilllegung des Bergwerks durchgeführt wird. „Wir freuen uns sehr, dass unser Ruhrbischof die letzte Möglichkeit genutzt hat, den Arbeitsplatz der Bergleute zu besuchen“, sagte Schrimpf. „Kirche und Bergbau haben immer eng zusammen gestanden, sei es bei der gemeinsamen Sozialarbeit oder im solidarischen Einsatz für einen sozialverträglichen Auslauf des deutschen Steinkohlenbergbaus.“

„Es ist ein nachdenkliches, melancholisches und dankbares Gefühl zugleich angesichts von 200 Jahren Industriegeschichte, die in diesen Tagen zu Ende gehen“, sagte Overbeck nach der Grubenfahrt. Auch der Ruhrbischof unterstrich zudem die enge Bindung zwischen Bergbau und Kirche: „Ohne die Kohle wäre das Ruhrbistums 1958 vielleicht gar nicht entstanden.“

Mit dem Blick auf die Zukunft des Ruhrgebiets sagte Overbeck: „Die Fördereinstellung ist das Ende einer Ära. Jetzt gilt es nach vorne zu blicken und die Zukunft zu gestalten.“