Mit der Region verbunden. Nachhaltig.

20.04.2020

RAG zum zweiten Mal Partner des Data Hub Ruhr

Innovative Lösungen für den Nachbergbau.

Startups brauchen gute Ideen, Mut, Durchhaltevermögen – und Geld. Gerade letzteres fließt wegen der aktuellen Corona-Pandemie  nicht oder nur spärlich. Die RAG ruft deshalb gerade jetzt Startups auf, neue Ideen für die Datennutzung in bergbaubezogene Anwendungsfälle zu entwickeln. Dies geschieht im Rahmen des Data Hub Ruhr, einem Programm der Gründerallianz Ruhr. Der Initiativkreis Ruhr rief die Gründerallianz gemeinsam mit der RAG-Stiftung, der RAG und Evonik ins Leben. Neben anderen Unternehmen sucht die RAG selbst nach digitalen Lösungen in drei Anwendungsfällen. Alle drei beziehen sich auf notwendige Maßnahmen bei der Bewältigung der Bergbaufolgen – zum Wohl und zum Schutz der Bergbauregionen und der Menschen, die dort leben. Startups erhalten die Chance auf 20.000 Euro Preisgeld sowie eine dreimonatige Kooperation mit dem Partner. Der Bewerbungszeitraum endet am 8. Mai 2020.

Die RAG übernimmt die Verantwortung für rund 200 Jahre industriellen Bergbau und setzt auch bei der Bearbeitung der Bergbaufolgen auf Digitalisierung. „Die Digitalisierung war schon zu Zeiten des aktiven Bergbaus ein Thema und wird immer wichtiger. Die Bearbeitung der Alt- und Ewigkeitslasten des Steinkohlenbergbaus werden wir weiterhin verantwortungsvoll und verlässlich wahrnehmen und dabei auch alle Möglichkeiten nutzen, die uns die Digitalisierung bietet. Unsere hochmoderne Leitwarte auf Pluto in Herne ist ein Zeichen dafür. So stellen wir unser Unternehmen für die Zukunft auf. Und gleichzeitig unterstützen wir mit unserer Aktion, dass sich junge und innovative Unternehmen am Markt etablieren, die uns auf dem Weg in die Zukunft ein Stück begleiten“, so RAG-Vorstandsmitglied Michael Kalthoff.

Im dritten Durchlauf des Data Hub Ruhr schreibt die RAG drei datenbasierte Anwendungsfälle aus, für die die besten Startup-Lösungen weltweit gesucht werden. In einem dreimonatigen Pilotprojekt zwischen Startup und Unternehmen werden diese Ideen dann bewertet und idealerweise in einer langfristigen Kooperation fortgeführt.

Die Anwendungsfälle: Eine der Hauptaufgaben der RAG ist das Pumpen von Grubenwasser aus einer bestimmten Tiefe. Bei Regen steigt der Wasserspiegel und die Pumpen müssen mehr arbeiten. Ziel ist hier, anhand von Messdaten möglichst genau vorhersagen zu können, wieviel Wasser je nach Wetterlage innerhalb einer bestimmten Region abgepumpt werden muss. So lässt sich der Einsatz von Personal und Energie besser planen. Ein zweiter Fall ist die Digitalisierung von sehr alten Schacht- und Bergwerksplänen. Für die vielschichtigen Fragen im Nachbergbau ist die Kenntnis über die Lage der untertägigen Hohlräume eine wichtige Grundlage. Ziel ist es, möglichst automatisiert dreidimensionale Modelle abzuleiten. Der dritte Anwendungsfall befasst sich mit der Sicherstellung von Bergbauwissen. Denn einzigartige Erfahrungen im Tiefenbergbau Deutschlands sollten erhalten bleiben. Hier soll deshalb künstliche Intelligenz eine unternehmensinterne Suchmaschine unterstützen, Wissen in unterschiedlichsten Formaten, Systemen und Abteilungen strukturiert auffindbar und nutzbar zu machen.

Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH, sieht den Data Hub Ruhr als einen Treiber der Digitalisierung: „Die bisherigen Ergebnisse zeigen, welche Möglichkeiten die Digitalisierung für Unternehmen und Kommunen bietet. Genau darum haben wir die Gründerallianz Ruhr mit dem Data Hub als wichtigen Teil unserer Gründer-Initiative an den Start gebracht. Wir wollen die digitale Expertise in der Region bündeln und das Ruhrgebiet als digitale Innovationsstätte von internationalem Rang etablieren.”

Die RAG verbindet mit dem Data Hub Ruhr bereits eine Erfolgsgeschichte:  2018 gewann das Unternehmen bei der ersten Ausschreibung für die Überwachung von Bodenabsenkungen in ehemaligen Grubengebieten das Dortmunder Startup Spacedatists als langfristigen Partner. Gemeinsam wurde ein Verfahren  entwickelt, mit dem Veränderungen und potenzielle Gefahrengebiete für Tagesbrüche einfacher und frühzeitig erkannt werden können.

Alle Anwendungsfälle und Informationen zur Bewerbung finden Sie unter https://datahub.gruenderallianz.ruhr. 

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