Mit der Region verbunden. Nachhaltig.

04.10.2017

Neues Quartier am Shamrockring

Das RAG-Gelände am Shamrockring soll in den nächsten Jahren zu einem Wohn- und Geschäftsquartier umgebaut werden. Die Essen FAKT AG hat das Areal gekauft und plant auf dem zehn Hektar großen Gelände in Herne viel in den bestehenden Gebäuden zu realisieren.

Das kündigte FAKT AG-Vorstandsvorsitzender Prof. Hubert Schulte-Kemper gestern bei einem Pressegespräch im RAG Casino, der historischen Mulvany-Villagemeinsam mit Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG und Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda an.

Vorgesehen sind unter anderem Büroflächen und Gastronomie. Aber auch Erweiterungsbauten sind angestrebt, beispielsweise in Form von familiengerechtem Wohnungsbau und Altenresidenzen. Ebenfalls geplant ist ein Parkhaus samt modernsten Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge und eine Kita. „Auch das Thema Hotel haben wir im Blick“, sagte Schulte-Kemper, als er die umfangreichen Pläne vorstellte. Ende nächsten Jahres soll der Wandel schon zu erkennen sein, ein Jahr später dann der ganze Bestand vermietet. Zwei große internationale Anfragen zu dem Projekt soll es demnach bereits geben.

„Mit einem erfahrenen Investor, der die gesamte Fläche nutzen möchte, ist sichergestellt, dass es eine sinnvolle Nachfolgenutzung dieses Standortes gibt. Das ist auch unser Interesse“, kommentierte Tönjes die Pläne. Der RAG-Chef betonte, dass die operativen Bereiche der RAG am Standort Pluto in Herne verbleiben. „Hier entsteht auch eine moderne Leitwarte für die Grubenwasserhaltung, das heißt wir ziehen uns nicht vollständig aus Herne zurück.“

Die FAKT AG übernimmt das gesamte Gelände und alle Gebäude. Zurzeit sind noch 460 Mitarbeiter der RAG Aktiengesellschaft am Standort Herne-Shamrockring beschäftigt. Früher befanden sich hier – alle Gebäude mit einbezogen 1250 Arbeitsplätze. Von den verbliebenen Mitarbeitern ziehen rund 240 zwischen Mitte Oktober bis Mitte November an den neuen Standort Essen-Zollverein. Nach und nach erfolgt dann die weitere Verlagerung. Bis 2019 zieht sich RAG komplett vom Standort zurück.

Wir knüpfen damit nahtlos an die Nutzung des Geländes durch die Industrie an“, freute sich Oberbürgermeister Dudda über die Perspektive für das innenstadtnahe Quartier. „Dort bearbeiten wir Mega-Trends wie Urbanität, Digitalisierung und Globalität“. Er sicherte der FAKT AG die volle Unterstützung der Stadt für das Vorhaben zu. Die FAKT AG hat bereits die ehemalige Ruhrgas-Hauptverwaltung und das Rheinstahl-Gebäude der ThyssenKrupp AG in Essen einer neuen Nutzung zugeführt.