Mit der Region verbunden. Nachhaltig.

25.08.2021

            Pressemeldung herunterladen
       

Gemeinsame Lösung für die Stabilisierung der Rheinsohle nach dem Ende des Steinkohleabbaus! - RAG und WSV unterzeichnen Vereinbarung

Heute haben Michael Kalthoff, Mitglied des Vorstandes der RAG Aktiengesellschaft und Prof. Dr.- Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, in Essen eine Vereinbarung zur abschließenden Bergschadensregulierung für die Rheinsohle im Raum Duisburg und Wesel unterzeichnet.

Mit der Unterschrift setzen die beiden Vertragspartner, die RAG Aktiengesellschaft (RAG) und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV), den erfolgreichen Schlusspunkt unter eine jahrelange sehr sach- und zielorientierte Zusammenarbeit am Rhein.

Insbesondere wegen des Jahrzehnte langen Steinkohlenbergbaus hatte sich die Rheinsohle zwischen Duisburg und Wesel immer wieder gesenkt und musste regelmäßig aufgeschüttet werden.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte: „Mit dem heute gesetzten Schlusspunkt führen wir den Rhein zielgerichtet in die Zukunft. Bei den vereinbarten Schritten zur Bergschadensregulierung setzen wir auf unsere umfangreichen Erfahrungen und Expertise im Wasserbau. Denn dem Rhein kommt auch zukünftig eine entscheidende Rolle zu.“

Michael Kalthoff: „Nach konstruktiven Verhandlungen freuen wir uns, eine abschließende Regelung mit der WSV gefunden zu haben. Wir haben in der Vergangenheit immer vertrauensvoll zusammengearbeitet. Mit unserem finalen Kostenbeitrag kann die Sohle des Rheins nun langfristig stabilisiert werden und die Bergschadensregulierung ihren Abschluss finden.“

Nach dem Abschluss der Bergbauaktivitäten soll die Sohle des Rheins jetzt langfristig stabilisiert und eine abschließende Bergschadenregulierung durchgeführt werden. Diese Bergschadensregulierung wurde von WSV geplant und basiert auf von den Bundesanstalten für Wasserbau und Gewässerkunde erstellten Gutachten.

Die RAG stimmt diesen Plänen als einem technisch sinnvollen Abschluss der bisherigen Maßnahmen zu und beteiligt sich hieran mit einem abschließenden Einmalbetrag in Höhe von rund 15 Mio. €.

Hintergrund:

Seit den 1930er-Jahren wurde im Raum Duisburg bis Wesel Steinkohlenbergbaubetrieben. Eine Folge des untertägigen Abbaus waren Bergsenkungen bis zu 9 m unmittelbar im und am Rhein. Großen Einfluss hierauf hatte insbesondere das Bergwerk Walsum, das 1936 seinen Betrieb aufgenommen hatte.

Um den sicheren Betrieb der Wasserstraße Rhein aufrechtzuerhalten und gleichermaßen den kontinuierlichen Steinkohleabbau zu ermöglichen, ergriffen die WSV und die RAG Aktiengesellschaft bzw. ihre rechtlichen Vorgänger schon seit Jahrzehnten gemeinsam Maßnahmen. Erste Ausgleichsmaßnahmen gab es bereits in den 1970er Jahren. Die vertraglichen Vereinbarungen aus den Jahren 1983/84 haben bis heute Geltung.

So wurden die bergsenkungsbedingten Massenverluste der Stromsohle des Rheins durch die Zuführung von Waschbergematerial, einem Nebenprodukt der Steinkohlengewinnung, ausgeglichen. Hierbei brachten sich die Partner vereinbarungsgemäß ein, indem die WSV mit ihrem spezifischen wasserbaulichen Know-how die Rheinsohle mit den von der RAG zur Verfügung gestellten Waschbergen jeweils stabilisierte.

Zum 30. Juni 2008 wurde der Bergbau im Grubenfeld Walsum eingestellt und das Bergwerk stillgelegt. Nach Einstellung der Bergbauaktivitäten verständigten sich die Partner zuerst auf eine Bestandsaufnahme zur Einschätzung der Situation, aus der dann entsprechende Handlungsoptionen abgeleitet wurden.

 

 

 

Wir verwenden Cookies, um den Betrieb dieser Internetseite zu ermöglichen (technische Cookies) und zu analysieren. Wenn Sie auf "Ja, einverstanden" klicken, erklären Sie sich mit der Verwendung sämtlicher Cookies einverstanden. Klicken Sie auf „Nicht notwendige ablehnen“ werden nur technische Cookies verwendet. Ihre Einstellungen zu Cookies können Sie individuell anpassen, indem Sie auf „Benutzereinstellungen ändern“ klicken. Sie können sich auch dazu entscheiden, bestimmte Cookies nicht zuzulassen. Die Blockierung bestimmter Cookies kann jedoch zu einer beeinträchtigten Nutzererfahrung auf unserer Internetseite führen. Bitte lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien, um mehr über die Verwendung von Cookies auf unserer Internetseite zu erfahren.

Technisch notwendige Cookies

Diese Cookies sind von grundlegender Bedeutung für die Funktion unserer Website. Sie werden automatisch gelöscht, wenn der lokale Browser geschlossen wird oder eine gewisse Zeit (24h) vergangen ist, ohne dass der Nutzer auf der Website Aktionen durchgeführt hat.

Statistische Daten über den Internetdienst Matomo

Diese Cookies sammeln Informationen darüber, wie Sie unsere Website verwenden. Sie speichern keine Informationen, die eine persönliche Identifikation des Benutzers erlauben. Statistische Daten werden anlasslos binnen 30 Tage automatisch gelöscht beziehungsweise nach Abschluss der Aus- und Verwertung, je nachdem, was länger ist.