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08.02.2018

Die letzten Auszubildenden des deutschen Steinkohlenbergbaus erhielten ihre Facharbeiterbriefe

Mit der kommenden Beendigung des deutschen Steinkohlenbergwerks neigt sich auch die Ausbildung auf den Bergwerken Prosper-Haniel und Ibbenbüren dem Ende entgegen.

In Bottrop nahmen am Donnerstag, 8. Februar, 58 Auszubildende nach erfolgreicher Prüfung bei der offiziellen Lossprechung ihre Facharbeiterbriefe entgegen. Zuvor hatten bereits die letzten Auszubildenden auf dem Bergwerk Ibbenbüren, 44 an der Zahl, ihre Prüfung erfolgreich abgelegt und ihre Facharbeiterbriefe erhalten. 

Bei der Lossprechung in Bottrop betonte der stellvertretende RAG-Vorstandsvorsitzende Peter Schrimpf: „Die RAG hat immer zu ihrer Verantwortung für die Regionen gestanden. Das drückt sich auch bei der Ausbildung aus. Lange Zeit war die RAG der größte Ausbilder in NRW und im Saarland. Über 100.000 junge Menschen haben bei ihr eine solide berufliche Qualifikation für eine gute berufliche Zukunft erhalten.“ An der Lossprechung nahmen auch der Personaldirektor des Bergwerks Bernd Beier, der Betriebsratsvorsitzende Sandro Atzori, der Bezirksleiter der IG BCE Gelsenkirchen Thomas Steinberg sowie der Schulleiter des Berufskollegs Mitte in Recklinghausen Klaus-Peter Rüsing teil. 

Die RAG hatte auf den letzten beiden Steinkohlebergwerken zuletzt noch Industriemechaniker, Maschinen- und Anlagenführer, Elektroniker für Betriebstechnik, Chemikanten und Mechatroniker ausgebildet. Das Angebot, nach der Ausbildung noch drei Monate auf dem Bergwerk zu arbeiten, nehmen viele von ihnen wahr. Auf Grund des sehr guten Rufes der Ausbildung bei der RAG und der Nachfrage nach Fachkräften gelten ihre Aussichten auf dem Arbeitsmarkt als gut. „Mitbestimmung und Unternehmen arbeiten Hand in Hand, damit unsere jungen Facharbeiter auf qualifizierte Arbeitsplätze vermittelt werden, bei denen sie ihre bei uns erworbenen Fähigkeiten einsetzen können“, erläuterte der Betriebsratsvorsitzende Sandro Atzori.