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13.11.2018

„Das Zeitalter der Kohle“ war ein voller Erfolg

Rund 70.000 Besucherinnen und Besucher strömten in die Mischanlage auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein zur Ausstellung anlässlich des Endes des deutschen Steinkohlenbergbaus

Nach fast sieben Monaten Laufzeit endete am 11. November 2018 die Gemeinschaftsausstellung "Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte" von Ruhr Museum und Deutschem Bergbau-Museum Bochum (DBM). Mit rund 70.000 Besucherinnen und Besuchern und über eintausend gebuchten Führungen war dies eine der erfolgreichsten Ausstellungen, die je auf Zollverein gezeigt wurde. Die Besucherinnen und Besucher kamen dabei nicht nur aus der Metropole Ruhr, sondern aus der gesamten Bundesrepublik. Auch Gäste aus den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich waren in Essen, um die Geschichte der Kohle und ihre verschiedenen Dimensionen zu sehen. Zahlreiche Busreisende, Vereine und Schulen nutzten die Ausstellung "Das Zeitalter der Kohle", um sich ein Bild über 200 Jahre Kohle in Europa zu machen. Für großes Interesse sorgten auch die hochkarätigen Vorträge, historischen Filmvorführungen und Exkursionen bis in die benachbarten Reviere Saarland und Lothringen, die zum Thema Steinkohlenbergbau begleitend zur Ausstellung angeboten wurden.

Auch die Ausstellungsgestaltung, gemeinsam mit dem Stuttgarter Architekturbüro Space4 erarbeitet, wurde mehrfach prämiert. Insgesamt drei Fachjurys haben die herausragende Designqualität der Ausstellung mit einem Preis gewürdigt. Nach dem "Red Dot Award: Communication Design 2018" wurde „Das Zeitalter der Kohle“ vom Rat für Formgebung mit dem "German Design Award 2019" als "Winner" in der Kategorie "Fair and Exhibition" ausgezeichnet. Kürzlich folgte die Auszeichnung in der Kategorie "Spaces" im Wettbewerb "Gute Gestaltung 19" des Deutschen Designer Clubs.

Erstmals wurden in einer Ausstellung die Geschichte und die Möglichkeiten des Stoffs Kohle aus einer europäischen Perspektive präsentiert. Anlass für „Das Zeitalter der Kohle“ war das Ende der Steinkohlenförderung in Deutschland im Dezember 2018. Die Ausstellung in der Mischanlage auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein war eines der Highlight-Projekte der Initiative "Glückauf Zukunft!" und wurde durch die RAG-Stiftung ermöglicht. Verantwortlich für das erfolgreiche Ausstellungsprojekt zeichneten sich, neben dem Direktor des Ruhr Museums, Prof. Heinrich Theodor Grütter, und dem Leiter des Montanhistorischen Dokumentationszentrums am DBM, Dr. Michael Farrenkopf, auch der Umwelt- und Technikhistoriker Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier.

(v.l.n.r.): Henning Meyer, Dr. Michael Farrenkopf, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Prof. Heinrich Theodor Grütter und Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier. Foto: Lorenza Kaib.

Die Ausstellung in der einstigen Mischanlage der Kokerei Zollverein zeigt 1200 Exponate zum Steinkohlenbergbau. Fotos: Ruhr Museum, Deimel + Wittmar.