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29.09.2021

Bundespräsident Steinmeier besucht Zollverein

Rund drei Jahre nach der Abschiedsveranstaltung vom deutschen Steinkohlenbergbau kamen Spitzenvertreter der RAG-Stiftung und RAG erneut an bergbauhistorischer Stätte mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen.

Gemeinsam mit dem Staatsoberhaupt sowie weiteren Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur besichtigten der Vorstandsvorsitzende der RAG-Stiftung Bernd Tönjes, Vorstandsmitglied Bärbel Bergerhoff-Wodopia sowie der Vorstandsvorsitzende der RAG Peter Schrimpf die Ausstellung „Wir sind von hier. Türkisch-deutsches Leben 1990". Die Werkschau des Fotografen Ergun Çağatay auf der Zeche Zollverein wird vom Auswärtigem Amt und der RAG-Stiftung gefördert.

Steinmeier besuchte die Ausstellung anlässlich des 60. Jahrestags der Unterzeichnung des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens. „Wir sollten nicht mehr darüber reden, dass wir Menschen mit Migrationshintergrund haben, sondern wir sind über die Jahre ein Land mit Migrationshintergrund geworden“, betonte Steinmeier im Anschluss an den Rundgang. Ohne diese Menschen wäre manches an Wohlstand in unserem Land nicht zu erklären.

Während des aktiven Steinkohlenbergbaus schrieb die RAG selbst Integrationsgeschichte. Zahlreiche unterschiedliche Nationalitäten arbeiteten auf den Bergwerken und in den Betrieben. Sie stammten beispielsweise aus Italien, Spanien, Polen, Griechenland, Ungarn oder der Türkei.

Integration war praktizierter Alltag im heimischen Bergbau – nicht zuletzt auch wegen der damaligen Revierarbeitsgemeinschaft für kulturelle Bergmannsbetreuung (REVAG). Die im Jahr 1948 als Fachstelle für die kulturelle Betreuung der Bergarbeiter gegründete REVAG leistete auf dem Gebiet der Kultur für Bergleute Pionierarbeit. Sie führte Gastarbeiter aus ihrer sprachlichen und kulturellen Isolation, schaffte Vertrauen zwischen Zuwanderern und Einheimischen und eröffnet Chancen für eine gleichberechtigte Teilhabe von Migranten am sozialen, politischen und gesellschaftlichen Leben.

Fotorechte: Ruhr Museum

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