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Sonderausgabe_Bergwerk_Auguste_Victoria

A u g u s t e V i c t o r i a Steinkohle Stammbaum 2 0 1907 uDer Dreibund unter Federführung der BASF kauft Auguste Victoria. 1926/27 uSchacht AV 3 erreicht 1926 seine Endteufe von 820 Metern. 1927 wird eine Verbindung zwischen Schacht AV 3 und Schacht AV 1/2 auf der dritten Sohle hergestellt. Drei Monate später stürzt Schacht AV 3 noch vor der Inbetrieb nahme durch den Bruch der Tübbingsäule zusammen. Das Unglück fordert fünf Todesopfer. 1929 uSchacht AV 4 wird fertiggestellt und erreicht eine Teufe von 806 Metern. Auguste Victoria übertrifft bei der Jahresfördermenge erstmals die Marke von einer Million Tonnen Steinkohle. 1931 uDie Doppelschachtanlage AV 4/5 nimmt den Betrieb auf und verfügt über einen eigenen Werkbahnanschluss. 1932 uAuguste Victoria legt Mutung auf die im Jahr 1930 entdeckte Bleizinkerzberechtsame ein. 1936 uDer Schacht AV 4/5 nimmt den Erzbergbau auf. 1937 uDer bis zu einer Teufe von 900 Metern im Jahr 1935 fertiggestellte Schacht AV 3 geht in Betrieb. Das Vermögen der Gewerkschaft Auguste Victoria wird auf die I. G. Farbenindustrie AG übertragen. 1945 uEin Luftangriff hat die vorübergehende Stilllegung eines Großteils des Betriebs zur Folge und sorgt für starke Zerstörungen der Schachtanlage AV 1/2. 1952 uDer Schacht AV 6 wird fertiggestellt und erreicht eine Teufe von 810 Metern. 1953 uDie BASF wird alleiniger Eigentümer der Gewerkschaft Auguste Victoria. Die Gewerkschaft AV erwirbt die Gewerkschaft Lippramsdorf. 1960 uSchacht AV 7, der 1959 seine Endteufe bei 960 Metern erreicht hatte, nimmt den Betrieb auf. Die vierte Sohle wird bei einer Teufe von 866 Metern neue Fördersohle. 1962 uDer Bleizinkerzbergbau wird nach der Förderung von rund fünf Millionen Tonnen Roherz eingestellt. 1966 uAbschluss des Ausbaus der Schachtanlage AV 3/7-6 zur Großschachtanlage. Im gleichen Jahr wird AV 1/2–4/5 stillgelegt und die Kokerei geschlossen. 1976 uNach dem 1973 begonnenen Umstieg von der vierten auf die fünfte Sohle ist diese nun alleinige Hauptfördersohle bei einer Teufe von 1035 Metern. Im gleichen Jahr feiert AV 100 Millionen Tonnen geförderte Steinkohle. 1982 uAufnahme der Seilfahrt auf Schacht AV 8. Die Teufarbeiten an AV 8 waren seit dem Jahr 1980 bei einer Teufe von 1296 Metern abgeschlossen. 1990 uSchacht AV 9 in der Hohen Mark wird in Betrieb genommen. 1991 uAm 27. März 1991 wird der Vertrag zur Übernahme der Gewerkschaft Auguste Victoria zwischen BASF und der Ruhrkohle AG unterzeichnet. Auguste Victoria behält zunächst seine rechtliche Selbstständigkeit. 1996 uDas Bergwerk Auguste Victoria wird ein Betrieb der Ruhrkohle Bergbau AG. 2001 uZusammenschluss mit General Blumenthal/Haard zum Verbundbergwerk Auguste Victoria/Blumenthal. 2006 uVerlegung der zentralen Wasserhaltung von Schacht AV 1/2 zu AV 3/7 und Aufgabe von AV 1/2. Nach dem Abwerfen des Baufelds Haltern Rückkehr zum ursprünglichen Namen „Auguste Victoria”. 2007 uDie Vorbereitungen für den endgültigen Rückzug des Bergbaus aus Marl beginnen. 2015 uAV 3/7, AV 8 und AV 9 bleiben bis zum Ende in Betrieb. Ende Dezember fährt AV die letzte Förderschicht.


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