Page 7

RAG_Ewigkeitsaufgaben_Ruhr

Ein Stück gelungener Strukturwandel: Das ehemalige Bergwerk Ewald ist heute ein Logistikstandort. Durch den Bergbau haben sich über die Jahrhunderte ganze Regionen abgesenkt, in extremen Fällen sogar über 20 Meter. An diesen Stellen muss das Oberflächenwasser auch zukünftig mit Poldermaßnahmen aktiv reguliert werden, um zu vermeiden, dass sich Oberflächenwasser in den Senken sammelt. Spezielle Pumpwerke müssen betrieben und Gewässer vertieft werden, um den Abfluss zu garantieren. Im Bereich einiger bergbaulicher Betriebe, insbesondere auf früheren Kokerei-Geländen, muss zudem verunreinigtes Grundwasser gereinigt werden. Auf den Arealen gelangten, oft vor Jahrzehnten und teilweise durch Kriegseinflüsse, Schadstoffe in den Boden und auch in das Grundwasser. Dort wo sich Verunreinigungen zeigen, reagiert die RAG und ergreift Maßnahmen zur Eindämmung und Behebung der Einflüsse. Der Erfolg dieser Maßnahmen wird regelmäßig kontrolliert. RAG BLEIBT AUCH NACH 2018 VERANTWORTLICH Auch nach 2018 bleibt die RAG für die Abwicklung der Ewigkeitsaufgaben verantwortlich. Die Kosten übernimmt dann die RAG-Stiftung. Ab 2019 muss sie für die Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben geschätzte 220 Millionen Euro pro Jahr aufwenden. Allein die Grubenwasserhaltung beansprucht rund zwei Drittel dieser Summe. Knapp 30 Prozent entfal- len auf Poldermaßnahmen, der Rest auf die Grundwasserreinigung. Das Grubenwasser der Zeche Robert Müser wird auch zum Beheizen umliegender Gebäude genutzt. Die RAG bleibt auch nach dem Ende des Bergbaus nicht nur Ansprechpartner für die Bearbeitung der Ewigkeitsaufgaben, sondern kümmert sich auch weiterhin um die Regulierung von Bergschäden. Denn für Schäden, die durch Bergbau und Nachbergbau verursacht werden, steht das Unternehmen nach wie vor gerade. EWIGKEITSAUFGABEN RUHRGEBIET 7


RAG_Ewigkeitsaufgaben_Ruhr
To see the actual publication please follow the link above