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RAG_Ewigkeitsaufgaben_Ruhr

EWIGKEITSAUFGABEN RUHRGEBIET 5 Wir übernehmen Verantwortung Mehr als 150 Jahre lang hat der Steinkohlenbergbau das Ruhrgebiet geprägt. Er hat der Region vor allem wirtschaftlich, aber auch sozial und kulturell zu großem Wohlstand verholfen. 1853 wurden im „Pott“ mehr als zwei Millionen Tonnen Kohle abgebaut. Die Blütezeit aber waren die Jahre des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg: Damals wurden 150 Millionen Tonnen Kohle pro Jahr gefördert. Bis in die Gegenwart erlebte der Steinkohlenbergbau eine beachtliche industrielle Entwicklung, die wegen des technologischen Fortschritts eine Kohlenförderung in immer größeren Tiefen möglich macht. Allein im Ruhrgebiet beläuft sich die Zahl der ehemaligen Zechen auf mehrere Tausend. DAUERHAFTE REGULIERUNG DES WASSERHAUSHALTS Wenn Ende 2018 die Steinkohlenförderung eingestellt wird, endet ein bedeutendes Kapitel deutscher Industriegeschichte. Die Arbeit der RAG geht jedoch weiter. Auf das Unternehmen kommen dauerhaft wichtige Aufgaben zu. Die Bearbeitung der sogenannten Ewigkeitsaufgaben trägt dazu bei, den Wasserhaushalt in der Region unter und über Bergwerk Walsum in Duisburg. Tage zu regulieren. Oberstes Gebot sind dabei der Trinkwasser und der Umweltschutz. Gleichzeitig entwickelt die RAG ehemalige Bergbauflächen weiter, so dass sie zukünftig Raum für Wohn- und Gewerbegebiete oder zur Stromproduktion aus erneuerbaren Energien bieten. Bei den Ewigkeitsaufgaben, die ab 2019 die RAG-Stiftung finanziert, handelt es sich um Bergbaufolgen, die auf ewig Maßnahmen erfordern. Dazu zählen das Sammeln und Pumpen des Grubenwassers, das Reinigen und Überwachen des Grundwassers im Bereich ehemaliger bergbaulicher Betriebe sowie das Management des Oberflächenwassers in bergbaubedingten Senkungen (Polder). Ausdrücklich nicht Teil der Ewigkeitsaufgaben sind die sogenannten Bergschäden, also Schäden an Gebäuden, Grundstücken oder Straßen, die auf bergbauliche Aktivitäten zurückzuführen sind. Die Regulierung von Bergschäden wird nicht durch die RAG-Stiftung finanziert, sondern wie bisher direkt von der RAG AG. Dies gilt auch über 2018 hinaus. Daher hat die RAG dafür finanzielle Vorsorge getroffen.


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