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RAG_Ewigkeitsaufgaben_Ruhr

EWIGKEITSAUFGABEN RUHRGEBIET 28 Das Grabensystem „Im Loh“ nahe dem Bergwerk Auguste Victoria bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. Neuer Raum für Flora und Fauna Der Bergbau hat das Ruhrgebiet nicht zuletzt auch topografisch stark verändert. Ganze Regionen haben sich abgesenkt und mancherorts muss das Wasser an der Oberfläche durch Poldermaßnahmen reguliert werden (siehe auch ab Seite 20). Doch in einigen Gebieten haben die Veränderungen der Topografie dazu geführt, dass neue wassernahe Flächen entstehen konnten, die in unserer Kulturlandschaft ansonsten selten geworden sind: Bereiche, die aufgrund von Bergsenkungen vernässt sind, können als Feuchtbiotope einen sinnvollen Beitrag zur Verbesserung der Umweltbedingungen leisten. In diesen Gebieten finden verschiedene, teilweise vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten ideale Bedingungen, sich anzusiedeln. An vielen Stellen im Ruhrgebiet entstanden Biotope, die von der RAG in Kooperation mit Behörden und Naturschutzverbänden gezielt erhalten werden. Eines davon ist der Hervester Bruch innerhalb des Naturschutzgebiets „Bachsystem des Wienbaches“ nordöstlich von Dorsten, der sich mit Ende des Steinkohlenabbaus dort entwickelte. Feuchtgrünland und ein durch Bergsenkung entstandener See bieten hier neue Lebensräume unter anderem für Vögel wie den Rohrsänger und die Bekassine sowie Sumpfpflanzen wie Schilfröhricht und Rohrkolben. Zudem brütet im Hervester Bruch seit Jahren regelmäßig ein Weißstorchenpaar. Eine speziell für Besucher angelegte Erlebnisroute ermöglicht es, Tiere und Pflanzen aus der Nähe zu beobachten, ohne sie zu beeinflussen. Um den offenen Landschaftscharakter gezielt zu erhalten, werden Heckrinder zur Beweidung eingesetzt und starke Gehölzaufkommen beseitigt, so dass kein größeres Waldgebiet entsteht. Auch in der Nähe des Bergwerks


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