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RAG_Ewigkeitsaufgaben_Ruhr

Motor über eine durchgehende Pumpenwelle angetrieben. Das senkt die Krafteinwirkung auf die Pumpe sowie die Strömungs- und Ansauggeschwindigkeit. So wird die Wartungsintensität verringert und ein reibungsloser Betrieb der Anlage gewährleistet. EINSATZ MODERNSTER TECHNIK Beim Einbau der Pumpen kommt es vor allem auf Präzision an. Besonders das Einpassen der Pumpen in spezielle Hüllrohre ist Millimeterarbeit. Damit die Pumpen und die Steigrohre, durch die das Grubenwasser aufsteigt, in den Schacht gelangen, ist ausgefeilte Logistik gefragt. Außerdem müssen die Mitarbeiter die verschiedenen Aufgaben in eingespielter Teamarbeit durchführen – und das erfordert perfekte Kommunikation. Die Sicherheit der Mitarbeiter steht dabei immer an erster Stelle. Insbesondere Arbeiten direkt am Schacht werden nur mit Sicherungsgurt ausgeführt. Für die Installation und Wartung der Brunnenwasserhaltung wird das Schachtgerüst umgerüstet. Es erhält eine leistungsfähige Hebevorrichtung, die ein Gewicht von 250 Tonnen tragen kann, und im Schachtkeller erleichtert ein sogenannter Verlagerungstisch die Arbeit. Als Erstes wird die Pumpe unter Tage gebracht. Stück für Stück setzen die Arbeiter die Steigrohre aus zwölf Meter langen Elementen mit einem eigens dafür entwickelten zugfesten Steckmuffensystem zusammen. Dabei verbinden zwei Rollketten jeweils zwei Rohre, nichts wird geschweißt oder verschraubt. Für den Betrieb und die Überwachung der Pumpen werden über tausend Meter Kabel verlegt. Ein dickes Fünf-Kilovolt Kabel versorgt den Motor mit Strom. Ein Druckmesser stellt sicher, dass jede Pumpe immer über den notwendigen Gegendruck zum Anlaufen verfügt. Sensoren aus Platin überwachen die Temperatur des Motors. Über Messschläuche in den Hüllrohren wird zudem die Gefahr durch Grubengas überwacht. Nimmt die Brunnenwasserhaltung ihren Betrieb auf, hebt zunächst eine Pumpe das Grubenwasser; bei Bedarf wird die zweite Pumpe zugeschaltet. Die dritte Pumpe steht als Reserve bereit. Die machen Druck Moderne Hochleistungspumpen fördern das Grubenwasser an die Tagesoberfläche. 1. Das Rückschlagventil hält die Füllsäule oberhalb der Pumpe, wenn sie abgeschaltet wird. 2. Über die Saugbereiche am oberen und unteren Ende der Pumpeneinheit gelangt das Grubenwasser in die Pumpe. 3. Zwei gegenläufig übereinander angeordnete Pumpen fördern den jeweils halben Strom zur Pumpenmitte. 4. Mehrere Hydraulikstufen bauen den nötigen Druck von rund 80 bar auf. 5. Die Umlenkstufe vereint beide Grubenwasserströme und leitet das Wasser über äußere Gehäusekanäle in Richtung Steigleitung. 6. Die Abwärme des Motors, der die Pumpe antreibt, nimmt ein interner Kühlkreislauf auf und führt sie nach außen ab. 7. Zusätzlich sorgt ein Wärmetauscher für weitere Kühlung des Motors. 1 2 2 2 2 3 4 5 6 7 EWIGKEITSAUFGABEN RUHRGEBIET 22


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