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RAG_Ewigkeitsaufgaben_Ruhr

Das ehemalige Bergwerk Walsum ist der ersten Standort, der mit der neuen Pumpengeneration ausgestattet wurde. EWIGKEITSAUFGABEN RUHRGEBIET 20 Millimeterarbeit: Mitarbeiter lassen eine Tauchpumpe in den Schacht. Wasserhaltungsstandorte erhalten energiesparende Pumpen Rund 70 Millionen Kubikmeter Grubenwasser müssen jedes Jahr im Ruhrgebiet gehoben werden. In der Regel wird das Wasser über ein System von Pumpenstationen (Zwischenwasserhaltungen), die über ein Rohrleitungsnetz miteinander verbunden sind, zur Hauptwasserhaltung und von dort über Tage gepumpt. Dafür sind unzählige kleine und große Pumpen nötig, die sehr viel Strom verbrauchen. Wird kein aktiver Bergbau mehr betrieben, entfällt die Notwendigkeit, das Grubengebäude mit untertägigen Wasserhaltungen frei vom Grubenwasser zu halten. Somit kann die RAG die Wasserhaltungsstandorte sukzessive auf zentrale Brunnenwasserhaltungen umrüsten. Das bringt die Vorteile mit sich, dass die Anzahl der Einleitstellen reduziert werden kann, eine aufwändige untertägige Wartung und Unterhaltung einer untertägigen Infrastruktur entfällt und auch weniger Strom verbraucht wird. Die erste neue Anlage im Ruhrgebiet ist bereits in der ehemaligen Zeche Walsum installiert. Mitarbeiter der RAG begannen dafür schon vor einigen Jahren mit der Planung. Brunnenwasserhaltung war auf Walsum aber schon vorher bekannt – bereits in den 1990er Jahren kam am Schacht Wehofen eine kleinere Anlage zum Einsatz. Drei sogenannte doppelflutige Tauchmotorkreiselpumpen (siehe Grafik Seite 18), die das Grubenwasser ansaugen und mit einem Druck von rund 80 bar nach oben pumpen, sind in Walsum im Einsatz. Die Tauchpumpe besteht aus Pumpen- sowie Motoreinheit, ist rund zwölf Meter lang und wiegt etwa 20 Tonnen. Zwei übereinander gegenläufig angeordnete Pumpen bauen den Druck auf. Sie werden dazu von einem


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