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sern, dass für eine Reihe von EU-weit gelisteten Schadstoffen die festgelegten Zielwerte (Umweltqualitätsnormen) eingehalten werden. Das „ökologische Potenzial“ kommt als Zielsetzung immer dann zur Anwendung, wenn für Gewässer aufgrund wichtiger Nutzungen die für das Erreichen des guten ökologischen Zustands erforderlichen Maßnahmen nicht vollständig umgesetzt werden können. Dies betrifft beispielsweise zahlreiche kommunale Gewässer oder Talsperren. Die EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) 2000/60/EG aus dem Jahr 2000 ersetzt eine Vielzahl von Einzelrichtlinien zum Gewässerschutz und ist mittlerweile von allen europäischen Mitgliedsstaaten in das eigene Landesrecht übernommen worden. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Bezirksregierungen Arnsberg, Düsseldorf und Münster, des nordrhein Zukünftig soll weniger Grubenwasser in die Lippe fließen. westfälischen Landesamtes für Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz (LANUV) und der RAG vergleicht seit einigen Jahren die Ergebnisse von Wasserqualitätsmessungen mit den Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie. Um deren Ziele zu erreichen, sind national und international koordinierte Maßnahmenprogramme und Bewirtschaftungspläne vorgesehen. Ein in diesem Rahmen von der Arbeitsgruppe erstelltes Hintergrundpapier dient als Grundlage, um mit Ministerien und Behörden Maßnahmen zu entwickeln, die eine möglichst geringe Beeinflussung der Gewässer gewährleisten, und um das Erbe der jahrhundertelangen Industriegeschichte zu bewältigen. Zu diesen Maßnahmen gehört unter anderem die Reduzierung der Grubenwasserhaltungen. Dadurch wird die Wasserqualität verbessert, was einen Umbau zu naturnahen Gewässern erst möglich macht. „ Das Grubenwasser haben wir ständig im Blick und unterziehen es kontinuierlichen Überprüfungen. Unser Ziel ist ein guter ökologischer Zustand der aufnehmenden Gewässer.“ Joachim Löchte, Zentralbereichsleiter Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz bei der RAG EWIGKEITSAUFGABEN RUHRGEBIET 17


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