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RAG_Ewigkeitsaufgaben_Ruhr

Nachbergbau als Forschungsfeld Die Aufgaben des Nachbergbaus stellen ein weites Feld für Wissenschaft und Forschung dar. Die Technische Fachhochschule Georg Agricola zu Bochum (TFH) beschäftigt sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen rund um Ewigkeitsaufgaben, ehemalige Bergbauflächen und Altbergbau. Die Untersuchungen beschränken sich jedoch nicht auf die Steinkohle, sondern nehmen jede Art der Rohstoffgewinnung unter die Lupe. 2012 haben RAG-Stiftung und TFH eine Kooperationsvereinbarung geschlossen mit dem Ziel, Lehre, Forschung und Weiterbildung in den Bereichen Geoingenieurwesen und Nachbergbau zu fördern. So konnte seit 2013 der Masterstudiengang Geoingenieurwesen und Nachbergbau etabliert werden, für den die RAG-Stiftung eine Stiftungsprofessur fördert. Der Studiengang bildet Ingenieurinnen und Ingenieure dafür aus, in verantwortlicher Position die komplexen Vorgänge der Bergwerksschließung und der Nachsorge zu planen und durchzuführen. WELTWEIT EINZIGARTIGE FORSCHUNGSEINRICHTUNG Im Oktober 2015 wurde außerdem das Forschungszentrum Nachbergbau an der TFH eröffnet. Mit dem in Deutschland einmaligen interdisziplinären Zentrum wollen die RAG-Stiftung und die Hochschule Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zum Umgang mit Bergbaufolgen vorantreiben. Die Themen, zu denen geforscht wird, reichen von Grund- und Grubenwassermanagement über Grubengas und Schachtsicherung bis hin zu Flächen und Halden. Dabei stehen nicht nur technische Aspekte, sondern auch soziale Themen des Bergbaus und die Begleitung des Wandels in ehemaligen Förderregionen im Fokus. Die wissenschaftliche Expertise des Forschungszentrums wird auch in der Praxis geschätzt. So wird zum Beispiel untersucht, inwieweit sich Erkenntnisse aus Grubenwasseranstiegsprozessen von Bergwerken im Revier Dresden-Gittersee auf andere Regionen übertragen lassen. Teil des Forschungszentrums ist auch das bereits 2013 eröffnete Labor für Geotechnik und Nachbergbau. Geforscht EWIGKEITSAUFGABEN RUHRGEBIET 15 wird hier insbesondere zu Gas- und Wassermigration, Grubenwasseranstieg, Urban Mining, innovativen Monitoringverfahren sowie klassischem Erd- und Grundbau. Zudem bietet das Labor Studierenden des Masterstudiengangs Geoingenieurwesen und Nachbergbau die Möglichkeit, forschungsnahe und anwendungsorientierte Projektarbeiten durchzuführen. „ Wir sprechen bewusst von Ewigkeitsaufgaben und nicht von -lasten. Denn für Aufgaben gibt es Lösungen.“ Prof. Dr. Christian Melchers, wissenschaftlicher Leiter des Forschungszentrums Nachbergbau an der TFH


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