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RAG_Ewigkeitsaufgaben_Ruhr

ZURÜCK ZUR NATUR Damit Grubenwasser nicht mehr, wie lange Zeit üblich, in kleinere Bäche geleitet werden muss, hat die RAG in den vergangenen Jahren immer mehr Grubenwasserleitungen gebaut. Diese leiten das Grubenwasser von den zentralen Wasserhaltungsstandorten zu den größeren Flüssen in der Region. Diese Entlastung der kleineren Nebengewässer trägt entscheidend zur Verbesserung ihrer Wasserqualität bei. Damit wird eine wichtige Voraussetzung zur naturnahen Umgestaltung dieser Gewässer geschaffen. Insgesamt konnte die RAG bis heute rund 130 Kilometer Gewässerläufe vom Grubenwasser befreien. Nach den Planungen zur langfristigen Optimierung der Grubenwasserhaltung sollen es bis 2035 insgesamt 240 Flusskilometer sein. Auch wenn die Grubenwasserleitungen unterirdisch verlaufen und damit das Landschaftsbild nicht beeinträchtigen, so hält die RAG sie dennoch stets im Blick. Dazu werden sie, obwohl dies gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, mit Leckageüberwachungen ausgestattet. So lassen sich mögliche Störungen frühzeitig erkennen. Auch bei der Regulierung von Bächen, beispielsweise bei Veränderungen im Fließverhalten, setzt die RAG auf eine ökologische und naturnahe Gestaltung. Damit trägt sie zum nachhaltigen Management im Gewässersektor bei. Das Grubenwasserkonzept der RAG sieht bis 2035 einen schrittweisen Anstieg des Grubenwassers vor. Dazu steht das Unternehmen in enger Abstimmung mit Politik und Behörden. Werden Genehmigungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprüfungen be- standen, soll die durchschnittliche Pumphöhe von derzeit etwa 900 auf 600 Meter unter der Erdoberfläche steigen. Doch was bringt eigentlich der Anstieg? Kleinere Oberflächengewässer können vom Grubenwasser entlastet werden und so einen guten ökologischen Zustand erreichen. Dazu muss die Zahl der Wasserhaltungsstandorte verringert werden. Dies wiederum ist jedoch nur mit einem Anstieg des Grubenwassers möglich, damit das Wasser unter Tage den zentralen Grubenwasserhaltungsstandorten zufließen kann. Bei der Regulierung des Grubenwasserniveaus hat der Schutz des Trinkwassers allerhöchste Priorität. EWIGKEITSAUFGABEN RUHRGEBIET 12 Daher wird ein Sicherheitsabstand zwischen Grubenwasser und Trinkwasserreservoirs eingehalten. Die geringere Fördertiefe hat ganz unmittelbare Vorteile für die Umwelt: Je geringer die Fördertiefe, desto weniger Energie verbrauchen die Pumpen. Der Einsatz moderner Tauchpumpen bringt zusätzliche Energieeffizienz (siehe Seite 16). Außerdem führt auf höherem Niveau abgepumptes Grubenwasser weniger Salze und Mineralien mit sich. Stichwort Grubenwasseranstieg Das Grubenwasserkonzept ermöglicht die Entlastung und naturnahe Umgestaltung zahlreicher Nebengewässer. 130 km Rund 130 Kilometer Gewässerläufe konnte die RAG bis heute von Grubenwasser befreien.


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