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RAG_Ewigkeitsaufgaben_Ruhr

In Einzelfällen sind geringe Erschütterungen durch den Anstieg des Grubenwassers nicht auszuschließen. Diese würden jedoch geringer als Erschütterungen durch den aktiven Steinkohlenabbau ausfallen. Auch Hebungen im Zentimeterbereich sind möglich. Wissenschaftliche Untersuchungen der Technischen Fachhochschule Georg Agricola zu Bochum (TFH) zeigen jedoch, dass mit diesen Auswirkungen nur in sehr geringem Maße zu rechnen ist und keine Schäden zu erwarten sind. Sollten durch die Hebungen Schäden an Gebäuden auftreten, so sind dies Bergschäden, die entsprechend reguliert werden. Ein Monitoringsystem begleitet und überwacht zudem den Grubenwasseranstieg. RENATURIERUNG VON FLÜSSEN UND BÄCHEN Die im Wasserhaltungskonzept der RAG vorgesehene Reduzierung der Pumpstandorte leistet insgesamt betrachtet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Ein Vorteil für Natur und Umwelt besteht darin, dass die Einleitung von Grubenwasser mit Salzen, Sedimenten und möglichen Schadstoffen in viele Flüsse, Bäche und Teiche entfällt. Dadurch wird sich nicht nur die Qualität des Wassers, sondern es werden sich auch die Lebensbedingungen von Pflanzen und Tieren am und im Gewässer enorm verbessern. Erst so werden die geplanten Renaturierungen von Bach- und Flussläufen überhaupt möglich. Langfristig soll kein Grubenwasser mehr in die Emscher und ihre Nebenläufe eingeleitet werden. Voraussetzung dafür ist die Reduzierung der Pumpstandorte. Beispielsweise EWIGKEITSAUFGABEN RUHRGEBIET 11 Wissenschaftliche Begleitung Die RAG hat den Anspruch, Verantwortung für einen nachhaltigen Umgang mit den Folgen des Bergbaus zu übernehmen. Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf die eigene Kompetenz, sondern auch auf eine wissenschaftliche Begleitung. So soll das Grubenwasserkonzept von einem renommierten überregionalen Expertenkreis aus unabhängigen und erfahrenen Umweltchemikern, Hydrogeologen und Hydrologen begleitet werden. Zugleich möchte die RAG auf diesem Weg in einen Dialog mit Unternehmen, Verbänden, der Politik und der Bevölkerung treten. fließen derzeit noch die Grubenwässer der Standorte Prosper Haniel in Bottrop, Concordia in Oberhausen, Amalie und Zollverein in Essen sowie Carolinenglück in Bochum in die Emscher und ihre Nebenläufe. Das Konzept der RAG sieht vor, den Fluss komplett vom Grubenwasser zu entlasten. Langfristig sollen die Grubenwässer im Ruhrgebiet an zentralen Standorten gehoben werden und in die größeren Flüsse Rhein, Ruhr und Lippe geleitet werden. Das bildet die Grundlage dafür, dass sich Gewässer oberirdisch wieder zu naturnahen Bächen und Flüssen entwickeln können. „ Der Trinkwasserschutz besitzt für uns oberste Priorität. Er ist maßgeblich für das gesamte Grubenwasserkonzept.“ Dr. Michael Drobniewski, Leiter Grubenwasserhaltung bei der RAG


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