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fensystem. Nichts musste verschraubt oder verschweißt werden. Entlastung von 240 Flusskilometern Die Vorteile von Brunnenwasserhaltungen wie Walsum sind vielfältig. Die Einstellung von Wasserhaltungen an Lippe und Emscher sowie die untertägige Weiterleitung des Grubenwassers zu rheinnahen Standorten wie Walsum etwa führt dazu, dass pro Jahr circa 35 Millionen Kubikmeter weniger Grubenwasser die beiden Flüsse erreichen. Für die Lippe bedeutet das eine Entlastung von rund 50 Prozent. Die Emscher wird komplett vom Grubenwassser befreit und renaturiert. „Die langfristige Einleitung des Grubenwassers in größere Flüsse befreit allein im Ruhrgebiet etwa 240 Flusskilometer. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz“, so Drobniewski. Darüber hinaus kann die RAG komplett auf die Wasserhaltungsstandort Haus Aden: Bereits heute hält die RAG bei der Einleitung von Grubenwasser die Umweltqualitätsnorm in Oberfl ächengewässern sicher ein. aufwändige untertägige Infrastruktur verzichten. Der kontrollierte Anstieg des Grubenwassers und damit die Reduzierung der mittleren Pumphöhe von 900 auf 600 Meter senken zudem den Energiebedarf und so auch den CO2-Ausstoß der Wasserhaltungen. Geringerer PCB-Austrag Der geplante Anstieg des Grubenwassers verringert zudem den PCB-Austrag aus den Wasserhaltungen des Steinkohlenbergbaus. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten eines Konsortiums rund um das Aachener Ingenierubüro ahu für den Wasserhaltungsstandort Haus Aden im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Fazit der Experten: Im Zuge eines Grubenwasseranstiegs ist keine Erhöhung des Risikos für das Grund- und Oberfl ächenwasser durch PCB-haltige Betriebsmittel und Reststoffe zu befürchten. Im Gegenteil: Die Gutachter empfehlen als Maßnahme einen Anstieg des Grubenwassers, da dadurch der ohnehin schon minimale PCB-Austrag noch einmal gesenkt wird. Zudem bestätigt das Gutachten die Einschätzung der RAG, dass von im Rahmen der Bruchhohlverfüllung nach unter Tage verbrachten Reststoffen keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht. Bereits heute hält das Unternehmen bei der Einleitung von Grubenwasser die Umweltqualitätsnorm in Oberfl ächengewässern sicher ein. Zurück nach Walsum: Die Tauchpumpentechnik auf dem ehemaligen RAG-Bergwerk verrichtet seit ihrer Inbetriebnahme zuverlässig ihren Dienst. Derzeit hebt nur eine Pumpe das Grubenwasser. Bei Bedarf kann die RAG die zweite zuschalten. Die dritte Pumpe steht als Reserve bereit und stellt so die Leistungsfähigkeit des Wasserhaltungsstandorts sicher. Der reibungslose Einbau der Technik und ihr verlässlicher Betrieb liefern der RAG viele wertvolle Erfahrungen für die Umrüstung der weiteren Standorte. Der Einrichtung weiterer moderner Grubenwasserhaltungen steht von technischer Seite also nichts mehr im Wege. 28 GRUBENWASSERHALTUNG


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