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Rohstoffes Kokskohle als auch die Vermarktung des Endprodukts Hochofenkoks“, erklärt Ingo Elsner, Abteilungsleiter Internationaler Kohle- und Kokshandel bei RAG Verkauf. „2016 erzielten wir damit einen Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro.“ Das Vermarktungsteam erledigt einen komplexen Job. Beispiel Einkauf: Die Kokskohle, die in der Kokerei zu Hochofenkoks für die Stahlindustrie verarbeitet wird, besteht aus verschiedenen Kokskohlensorten. Die drei Partner müssen daher regelmäßig die bestmögliche Einsatzmischung für Gikil festlegen. Erst danach kann entsprechend eingekauft werden. „Die Kokskohleeinsatzmischung ist der Kernprozess einer jeden Kokerei in Bezug auf die Qualitätssicherung für das Endprodukt Hochofenkoks. Die Auswahl einer hochwertigen, aber eben auch wirtschaftlichen Einsatzmischung ist von entscheidender Bedeutung“, sagt Elsner. Starke Schwankungen Gikil verarbeitet pro Jahr rund 700.000 Tonnen Kokskohle zu 500.000 Tonnen Hochofenkoks. RAG Verkauf vermarktet die gesamte Jahresproduktion. Ein Drittel davon verkauft das Unternehmen an wechselnde Kunden. Die restlichen zwei Drittel gehen an ein Stahlwerk im serbischen Smederevo. Eigentümer ist der chinesische Stahlgigant Hesteel; den Rohstoffeinkauf für das Werk übernimmt die Hesteel-Tochter Duferco, ein seit Jahren erfolgreicher Stahl- und Rohstoffhändler mit Sitz in der Schweiz. Die Absicherung der Kokslieferungen erfolgt mit Hilfe der üblichen Zahlungssicherungsinstrumente. Weil der Koksmarkt starken Schwankungen unterliegt, ist die Gestaltung der Verkaufspreise eine besondere Herausforderung. Lagen die Kokspreise Anfang 2016 noch knapp über 100 US-Dollar pro Tonne stiegen sie zum Ende des Jahres auf über 350 an. „Aus diesem Grund legen wir unsere Verkaufspreise derzeit quartalsweise fest“, sagt Elsner. So könne das Unternehmen zeitnah auf Preissprünge reagieren. Logistik und Risikomanagement RAG Verkauf koordiniert darüber hinaus auch die Logistik für Gikil. Der Hochofenkoks gelangt mit dem Zug ins serbische Stahlwerk nach Smederevo. Seewegslieferungen etwa nach Italien wickelt RAG Verkauf über den kroatischen Hafen in Ploce ab. Die Kokskohle für Gikil kommt ebenfalls dort an. „Die Produkte, die wir bewegen, überqueren mindestens drei Landesgrenzen“, sagt Elsner. „Das heißt für uns, dass wir auch das Steuerrecht in den jeweiligen Ländern berücksichtigen müssen.“ Die kaufmännische Abwicklung wie Währungssicherung und Steuerrecht macht eine enge Zusammenarbeit mit dem Rechnungswesen erforderlich. Zudem ist das Risikocontrolling standardmäßig eingeschaltet. Zur Risikominimierung werden die Geschäfte „Back-to-back“ abgewickelt. Entsprechende Richtlinien und Verordnungen regeln die Maßnahmen zur möglichst risikoarmen Abwicklung von Geschäften. „Mit unserem Know-how und unserer Verlässlichkeit stellen wir die kontinuierliche Versorgung unserer Kunden sicher.“ Manfred Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung von RAG Verkauf RAG Verkauf RAG Verkauf ist ein weltweit operierender Anbieter von Kohle und Koks. Neben Kohleprodukten aus der Produktion der RAG-eigenen Bergwerke beschafft und vermarktet das Unternehmen zudem Kohle und Koks aus Europa und Übersee. RAG Verkauf ist auf Just-in-time-Lieferungen von Kohle- und Koksprodukten für die eisenverarbeitende Industrie, Kraftwerke sowie andere Industriebranchen spezialisiert. Auch Logistikaufgaben wie Transport und Lagerung wickelt das Unternehmen für seine Kunden ab. RAG VERKAUF 19


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