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Glueckauf_Oktober2016

Dienstag, 25. Oktober 2016 GLÜCK AUF. FLÄCHE 09 Neue Energie von alten Standorten RAG bringt Projekte zu erneuerbaren Energien voran. Wo einst Kohle gefördert wurde, bieten sich heute vielfach Chancen für erneuerbare Energiegewinnung. Ob Windkraft auf Halden oder Solarparks auf ehemaligen Bergwerksflächen – die RAG leistet an vielen Stellen einen Beitrag zur Energiewende. Im April 2016 etwa wurde eine Windenergieanlage auf der Halde Lohberg-Nord in Betrieb genommen, deren Kapazität das angrenzende Kreativ.Quartier Lohberg sowie den Stadtteil Lohberg mit Strom versorgen kann. Die großflächigen Dächer von ehemaligen Kohlenmischhallen bieten Platz für Solarmodule. Bergbauareale als Energiespeicher Die bergbauliche Infrastruktur im Ruhrgebiet eröffnet noch weitere Möglichkeiten: Ein Pumpspeicherkraftwerk unter Tage könnte in Zukunft die Verlässlichkeit der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen erhöhen. Zusammen mit einem renommierten, interdisziplinären Forscherteam untersucht die RAG in einer Machbarkeitsstudie die Potenziale untertägiger Pumpspeicherkraftwerke im Ruhrgebiet, im Bergwerk Prosper-Haniel. Das Konzept soll es ermöglichen, vorhandene Bergbauareale unter Tage zu einem Energiespeichersystem für erneuerbare Energien umzufunktionieren. Die Nutzung der Strecken unter Tage reduziert den normalerweise für Pumpspeicheranlagen benötigten Flächenbedarf enorm. Auch Grubenwasser bietet Potenzial zur energetischen Nutzung, denn es kommt mit einer Temperatur von bis zu 28 Grad Celsius an die Tagesoberfläche. An einigen Stellen im Ruhrgebiet werden heute Gebäude mit Wärme aus Grubenwasser beheizt. Dazu wird die Temperatur des Grubenwassers in einem Wärmetauscher auf einen separaten Frischwasserkreislauf übertragen. Beispielsweise beheizt das Grubenwasser der Zeche Robert Müser in Bochum umliegende Gebäude, eine Feuerwache, ein Schwimmbad und eine Grundschule. Mit einer großen Auswahl verschiedener Projekte vom Pumpspeicherkraftwerk über einen Biomassepark bis zu intelligenten Energiekonzepten für Wohnquartiere engagiert sich die RAG bei der klimametropole Ruhr 2022, die Teil der Klima Expo NRW ist. Das Projekt fungiert als Ideenlabor und präsentiert Erfolgreiches aus den Handlungsfeldern Klima, Energie, Wasser, Mobilität, Technologie, Stadtentwicklung, Wissen und Kultur. Hier soll Deutschlands größtes CO2-neutrales Stadtquartier entstehen. FOTO: THOMAS STACHELHAUS/RAG MONTAN IMMOBILIEN Nachhaltige Stadtentwicklung Das Kreativ.Quartier Lohberg bietet Raum für frische Ideen. 1000 zusätzliche Arbeitspätze sollen auf dem Gelände des Bergwerks Auguste Victoria entstehen. FOTO: THOMAS STACHELHAUS/RAG MONTAN IMMOBILIEN gate.ruhr setzt Impulse Ideen für ein neues Industriegebiet auf Auguste Victoria. Unter dem Namen „gate.ruhr – die neue Victoria“ soll in den nächsten Jahren auf dem rund 90 Hektar großen Gelände des Bergwerks Auguste Victoria (AV) ein Industrie- und Gewerbegebiet entstehen. Um den Folgen der Bergwerksschließung zu begegnen, wollen RAG Montan Immobilien als Tochterunternehmen des Flächeneigentümers RAG und die Stadt Marl auf der zum Jahreswechsel stillgelegten Schachtanlage neue Flächen insbesondere für Unternehmen aus dem Bereich der Logistik entwickeln und so bis zu 1000 zusätzliche Arbeitsplätze ansiedeln. Das Gelände der ehemaligen Schachtanlage AV 3/7 zeichnet sich aufgrund seiner besonderen Lage als Tor zum Ruhrgebiet sowie seiner optimalen Anbindung an Straße, Schiene und Kanal aus. Damit ist es für europaweit agierende Unternehmen besonders attraktiv. „gate.ruhr wird der gesamten Emscher–Lippe-Region nachhaltige Impulse geben“, ist Ulrich Wessel, Geschäftsführer von RAG Montan Immobilien, überzeugt. Wer einen typischen Ort des Wandels vom Bergbauzeitalter zur Nachbergbauära sehen möchte, der muss nach Lohberg kommen. Denn im Dinslakener Stadtteil Lohberg soll auf dem ehemaligen Zechenstandort gemeinsam mit der benachbarten Gartenstadt Deutschlands größtes zusammenhängendes CO2-neutrales Stadtquartier entstehen. Das Konzept sieht die Entwicklung eines einzigartigen Energiestandorts vor, bei der eine räumliche Verknüpfung von Stadtteil, Zechengelände und Haldenlandschaft entsteht. Das Kreativ.Quartier Lohberg, das Gemeinschaftsprojekt von RAG Montan Immobilien und der Stadt Dinslaken, steht nicht nur als Symbol für den Umwandlungsprozess eines ganzen Stadtteils, sondern auch für nachhaltige Stadtentwicklung. Das Kreativ.Quartier Lohberg soll ein Miteinander von neuer Architektur und denkmalgeschützten Gebäuden prägen. Dies gilt für die Neubauareale und vor allem für das Zentralcluster, den Kernbereich rund um die ehemalige Lohnhalle. FOTO: ISTOCK


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