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Glueckauf_Oktober2016

08 GLÜCK AUF. FLÄCHE Dienstag, 25. Oktober 2016 Ehemalige Bergbauareale für eine neue Folgenutzung zu entwickeln, ist aus zwei Gründen wichtig: Zum einen verlieren viele Ruhrgebietsstädte mit dem Ende der Montanindustrie einen bedeutenden Industriezweig. Von 600.000 Beschäftigten in den 50er und 60er Jahren arbeiten heute noch 9.000 Menschen im Steinkohlenbergbau. Zum anderen sind Flächen eine Ressource für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung. Deshalb hat die RAG – mit 10.000 Hektar der größte Flächeneigner in NRW – über ihr Tochterunternehmen RAG Montan Immobilien bereits für viele ehemalige Zechengelände nachhaltige Konzepte entworfen. Das Ziel, jedes Jahr etwa 120 Hektar aus der Bergaufsicht zu entlassen, wurde in den vergangenen Jahren sogar übertroffen. „Die ehemaligen Bergbauflächen bieten heute Chancen für neue Entwicklungen mitten in den Städten“, weiß Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung von RAG Montan Immobilien. Da jede Fläche individuell ist, gestaltet sich das Spektrum der Folgenutzungen vielfältig. Ein Beispiel für nachhaltige Quartiersentwicklung zeigt die Umnutzung der Zeche Mont Cenis in Herne-Sodingen. Rund um die Fortbildungsakademie des Innenministeriums NRW entstand ein Quartier mit Wohnungen, Einzelhandel und Parks. Die Themen Logistik und Gewerbe prägen den „Zukunftsstandort Ewald“ in Herten. Durch diese auf rund 50 Hektar realisierte Maßnahme ließ sich die Versiegelung wertvoller Böden vermeiden. Das Gelände bietet aber auch Raum für Zukunftstechnologien: Das Wasserstoffkompetenzzentrum Herten siedelte sich schon dort an. Beispielhaft für eine nachhaltige Flächenentwicklung im intensiven Dialog mit Bürgern steht das Kreativ.Quartier Lohberg (KQL) in Dinslaken. Durch die Partizipation an Entwicklung und Planung, Kunst und Kultur des ehemaligen Bergwerksgeländes bis hin zur Mitgestaltung Wandel als Chance eines 411 Hektar großen Stadtquartiers schaffen sich die Bewohner von Lohberg eine neue Heimat. Das rund 22 Hektar große Gelände des ehemaligen Bergwerks Hugo in Gelsenkirchen steht exemplarisch für den Beitrag zur Energiewende. Hier bringt die RAG Ressourcen für eine Parkanlage mit sehr schnell wachsenden Gehölzen ein, die erste großflächige Kurzumtriebsplantage in einem europäischen Ballungsraum. Gleichzeitig steht der Biomassepark für Freizeitzwecke offen. Die Zeche Ewald im Jahr 1962: Zu Hochzeiten fanden hier Die Themen Logistik und Gewerbe prägen heute auf rund 50 Hektar den „Zukunftsstandort Ewald“ in über 4000 Bergleute Herten. FOTO: THOMAS Arbeit. STACHELHAUS/ RAG MONTAN FOTO: RAG IMMOBILIEN Die Zukunft ist unser Revier Keine „verbrannte Erde“: Die RAG entwickelt ehemalige Bergbauareale. Beispiel Herten K Mit der Bergbauflächenvereinbarung von 2014, unterzeichnet im Rahmen des Projekts „Wandel als Chance“, verpflichteten sich das Land NRW, 21 Kommunen und Kreise, der Regionalverband Ruhr (RVR), die RAG Aktiengesellschaft und RAG Montan Immobilien zur Revitalisierung von 20 ehemaligen Bergbauflächen in NRW. Beispiel für nachhaltige Quartiersentwicklung: die Umnutzung der Zeche Mont Cenis. FOTO: THOMAS STACHELHAUS/RAG MONTAN IMMOBILIEN Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung von RAG Montan Immobilien


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