RAG_Glueckauf_25102016_07

Glueckauf_Oktober2016

Dienstag, 25. Oktober 2016 GLÜCK AUF. VERANTWORTUNG 07 Ein Experten-Team im Auftrag der RAG bei der geophysikalischen Untersuchung eines Geländes in Bochum. FOTO: MATTHIAS GRABEN/WAZ FOTOPOOL Auf sicherem Stand Die RAG reguliert Bergschäden aus dem Tiefenbergbau und trägt Verantwortung für den oberflächennahen Altbergbau. Servicecenter für Bergschäden K Die Bergschadensregulierung bleibt auch nach Beendigung des Steinkohlenbergbaus eine wichtige Aufgabe der RAG. Bürger können über die kostenlose Hotline des Servicecenters unter der Nummer 0800 / 27 27 271 Bergschäden bei der RAG melden. Altschächte der RAG Welche Tagesöffnung saniert werden muss, hängt entscheidend davon ab, was sich in ihrem Gefährdungsbereich befindet. Hohe Priorität besitzen die Folgen des Altbergbaus im Umfeld von Schulen, öffentlichen Gebäuden sowie Kinderspielplätzen. Derzeit werden von der RAG durchschnittlich etwa 30 Schächte pro Jahr saniert. FOTO: M. GRABEN/WAZ FOTOPOOL Bergschäden Im Tiefenbergbau treten Schäden auf, wenn sich die Erdoberfläche aufgrund der darunter vom Steinkohlenabbau in bis zu 1.500 Metern Tiefe entstandenen Hohlräume senkt. Das kann zum Beispiel Risse in Bauwerken oder feuchte Keller verursachen. Bergschäden werden durch ein zertifiziertes Bearbeitungsverfahren reguliert. FOTO: UTE GABRIEL Im Tiefenbergbau können Schäden auftreten, wenn sich die Erdoberfläche aufgrund der vom Abbau entstandenen Hohlräume senkt. Das kann zum Beispiel Risse in Bauwerken oder feuchte Keller verursachen. Für die meisten der rund 25.500 bei der RAG gemeldeten Bergschäden pro Jahr können einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Für strittige Fälle, etwa 90 pro Jahr, gibt es eine unabhängige Schlichtungsstelle, die für den Eigentümer kostenlos ist. Weniger als 20 Fälle im Jahr landen vor Gericht. Zudem zeigt eine aktuelle Umfrage, dass die Bergschadensabteilung einen guten Job macht: 74 Prozent der befragten Immobilieneigentümer zeigten sich mit den Leistungen der Bergschadensabteilung „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“. Das ist vor allem ein Verdienst der Mitarbeiter, deren Kompetenz und Freundlichkeit sehr hoch eingeschätzt wird. Für die Schadensmeldung bietet die RAG ein Bergschadens Service-Center mit kostenloser Hotline an. Bei Vor-Ort-Terminen prüfen RAG-Mitarbeiter dann, ob die gemeldeten Schäden auf Bergbauaktivitäten zurückzuführen sind. Liegt ein Bergschaden vor, können Eigentümer zwischen finanzieller Entschädigung und Reparatur wählen. Auch nach der Beendigung des aktiven Steinkohlenabbaus bleibt die Regulierung von Bergschäden gewährleistet. „Die Bergschadensregulierung erfolgt auf Grundlage gesetzlicher Vorgaben. Eine Verpflichtung, der wir selbstverständlich nachkommen – auch über 2018 hinaus“, erklärt Stefan Hager, Direktor des Servicebereichs Standort- und Geodienste bei der RAG. Daneben ist auch das Thema Altbergbau wegen der vielen alten Tagesöffnungen, Schächte und Stollen – vor allem im südlichen Ruhrgebiet – von großer Bedeutung. Bei deren Lokalisierung, Erkundung, Sanierung und Monitoring kommen modernste Techniken zum Einsatz. Zu den Sicherungsmaßnahmen der Tagesöffnungen kommt eine aktive Suche nach tagesbruchgefährdeten Bereichen und – sofern erforderlich – deren Sanierung. In den Zuständigkeitsbereich der RAG fallen rund 30.000 Hektar mit oberflächen- und tagesnahem Abbau sowie circa 7.400 alte Tagesöffnungen. Die Altschächte der RAG werden regelmäßig nach Vorgaben eines zertifizierten Managementsystems befahren. Die Aufgaben gehören zu den Altlasten des Bergbaus, für die die RAG Verantwortung trägt. RAG-Mitarbeiter prüfen das Ergebnis nach Abschluss der Regulierung von Bergschäden im Freibad Selbachpark in Hamm. FOTO: DIETMAR KLINGENBURG


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