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Glueckauf_Oktober2016

06 GLÜCK AUF. VERANTWORTUNG Dienstag, 25. Oktober 2016 Nachbergbau ist Verantwortung Auch nach 2018 widmet sich die RAG den Altlasten und Ewigkeitsaufgaben. Der Bergbau geht Die Verantwortung für die Folgen des Bergbaus bleibt. Nachbergbau ist all das, was nach dem eigentlichen Abbaubetrieb in und um die Lagerstätte herum stattfindet – ein weites Feld, für das die RAG langfristig einsteht und Maßnahmen ergreift. FOTO: HANS BLOSSEY Bergbau hinterlässt Spuren. Mit ihnen verantwortungsvoll umzugehen, ist auch im Ruhrgebiet eine große Herausforderung. Wenn 2018 die letzte Steinkohlenzeche in Deutschland schließt, gilt es, die Risiken beherrschbar zu machen und die neuen Chancen zu nutzen. Auch wenn ab dem Jahr 2019 keine Kohle mehr gefördert wird, zieht der Bergbau weitere Aufgaben nach sich: die sogenannten Ewigkeitsaufgaben und die Altlasten. Die Umsetzung dieser Aufgaben übernimmt die RAG aus ihrer Verantwortung heraus. Die Finanzierung Grubenwasser wird in die Harpener Teiche eingelassen. FOTO: MICHAEL KORTE der Ewigkeitsaufgaben trägt nach dem Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus die RAG-Stiftung, die der endlichen Aufgaben weiterhin die RAG Aktiengesellschaft. Zu den Ewigkeitsaufgaben zählen das Wassermanagement mit der Grubenwasserhaltung, Poldermaßnahmen über Tage sowie die Grundwasserreinigung an einigen ehemaligen Kokereistandorten und das Grundwassermonitoring an kontaminierten Standorten. All das gilt es in Einklang mit den Umweltanforderungen umzusetzen. Rund 220 Millionen Euro wird die im Jahr 2007 gegründete RAG-Stiftung ab dem Jahr 2019 jährlich für die Bewältigung dieser Tätigkeiten aufwenden. Die dauerhafte Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben ist die Herausforderung, der sich die RAG-Stiftung verpflichtet hat – zur Entlastung der öffentlichen Hand und damit des Steuerzahlers. Die hierfür benötigten Mittel finanziert die Stiftung in erheblichem Umfang über Beteiligungs und Kapitalerträge. Darüber hinaus hat die RAG Aktiengesellschaft auch Rückstellungen für die Bewältigung der endlichen Folgen des Bergbaus gebildet: Denn die Kosten für die Regulierung von Bergschäden, für den Rückbau vom Bergbau genutzter Flächen sowie für die Sanierung der Schächte trägt der Konzern in der Phase des Nachbergbaus ab Ende des Jahres 2018 auch weiterhin selbst. Beitrag zum regionalen Strukturwandel Dazu zählt auch, dass das Unternehmen langfristige Nutzungskonzepte für ehemalige Bergbauflächen und -gebäude entwickelt und so einen wichtigen Beitrag zum regionalen Strukturwandel in den Revieren leistet. Damit übernimmt das Unternehmen auch nach dem Auslauf des Steinkohlenbergbaus Verantwortung für die Auswirkungen des Förderbetriebs auf die Region. TH Bochum K Im weltweit einzigartigen Forschungszentrum Nachbergbau an der Technischen Hochschule Georg Agricola zu Bochum werden innovative Lösungen für die Ewigkeitsaufgaben entwickelt, um frühere Bergbauregionen zukunftsfähig zu machen. Verantwortung für die Folgen des Steinkohlenbergbaus EWIGKEITSAUFGABEN • Grubenwasserhaltung • Grundwasserreinigung und Nachsorge an einigen ehemaligen Kokereistandorten • Poldermaßnahmen über Tage Finanzierung ab dem Jahr 2019 über die RAG-Stiftung ALTLASTEN-AUFGABEN • Bergschäden/oberflächennaher Abbau/ Sanierung alter Schächte • Sonstige Altlasten Finanzierung über die RAG Aktiengesellschaft Prof. Dr. Christian Melchers, Leiter des Forschungszentrums Nachbergbau. FOTO: RAG


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