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Glueckauf_Oktober2016

16 GLÜCK AUF. WASSER Dienstag, 25. Oktober 2016 Die UCL Umwelt Control Labor GmbH analysiert als unabhängige Stelle regelmäßig das Grubenwasser. FOTO: UCL Grubenwasser wird kontinuierlich überwacht Das Monitoring der RAG geht teils über die behördlichen Forderungen hinaus. Die Grubenwasserhaltung findet auf Grundlage wasserrechtlicher Erlaubnisse statt, die die RAG bei der Bezirksregierung Arnsberg einholt. Eine Analyse des Grubenwassers erfolgt vierteljährlich im Rahmen der Selbstüberwachung durch ein unabhängiges Labor. Dabei prüft die RAG einen umfassenden Standardparameterkatalog, der zum Teil über den behördlich geforderten Umfang hinausgeht. Zusätzlich enthalten die wasserrechtlichen Genehmigungen weitere Nebenbestimmungen, wie etwa die Meldung der eingeleiteten Wassermengen und -Qualitäten oder die Benennung eines Betriebsbeauftragten für Gewässerschutz. Nach den bergrechtlichen Betriebsplänen zur Grubenwasserhaltung gilt es vor allem, die Stände des Grubenwassers zu überwachen. Darüber hinaus bewerten Experten die untertägige Situation, etwa wenn aufgrund der Stilllegung von Bergwerken das Grubenwasser anderen Standorten zufließt. In Rhein, Ruhr, Lippe, Emscher und zum Teil auch noch kleinere Nebenflüsse wird derzeit Grubenwasser eingeleitet, das sich auf die chemische und biologische Qualität der Fließgewässer auswirkt. Deshalb führt die RAG ein weiteres Monitoring aufgrund der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union durch, die beispielsweise das Erreichen eines „guten ökologischen Zustands“ für Oberflächengewässer fordert. Da sich die Anforderungen dadurch weiter verschärft haben, erarbeitete die RAG mit der Bezirksregierung Arnsberg und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in NRW einen Parameterkatalog zur Überprüfung der Grubenwasserqualität. Die Daten des Monitorings erhebt die RAG bei der Selbstüberwachung. Das LANUV wertet die Daten aus, um den Einfluss von Grubenwasser auf den Zustand von Gewässern zu beurteilen. Das Grubenwasserkonzept der RAG zielt mit der Reduzierung der Einleitstellen unter anderem darauf ab, die Ziele der EU-Rahmenrichtlinie zu erreichen und das Erbe der jahrhundertelangen Industriegeschichte zu bewältigen. Mit dem Grubenwasserkonzept will die RAG langfristig insgesamt 240 Kilometer an Bach- und Flussläufen vom Grubenwasser entlasten. In die Emscher beispielsweise soll gar kein Grubenwasser mehr eingeleitet werden.


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