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Glueckauf_Oktober2016

Dienstag, 25. Oktober 2016 GLÜCK AUF. WASSER 15 Wasserhaltung Energiesparende Pumpen und weniger Einleitstellen: Die RAG rüstet um. Rund 70 Millionen Kubikmeter Grubenwasser müssen jedes Jahr im Ruhrgebiet gehoben werden. In der Regel wird das Wasser über ein System von Pumpenstationen (Zwischenwasserhaltungen), die über ein Rohrleitungsnetz miteinander verbunden sind, zur Hauptwasserhaltung und von dort nach über Tage gepumpt. Dafür sind unzählige kleine und große Pumpen nötig, die sehr viel Strom verbrauchen. Wird kein aktiver Bergbau mehr betrieben, entfällt die Notwendigkeit, das Grubengebäude mit untertägigen Wasserhaltungen frei vom Grubenwasser zu halten. Somit kann die RAG die Wasserhaltungsstandorte sukzessive auf zentrale Brunnenwasserhaltungen umrüsten. Das bringt die Vorteile mit sich, dass die Anzahl der Einleitstellen reduziert werden kann, eine aufwändige untertägige Wartung und Unterhaltung einer untertägigen Infrastruktur entfällt und auch weniger Strom verbraucht wird. Präzision und ausgefeilte Logistik Die erste neue Anlage im Ruhrgebiet ist bereits in der ehemaligen Zeche Walsum installiert. Drei sogenannte doppelflutige Tauchmotorkreiselpumpen, die das Grubenwasser ansaugen und mit einem Druck von rund 80 bar nach oben pumpen, sind hier im Einsatz. Beim Einbau der Pumpen, die rund zwölf Meter lang sind und etwa 20 Tonnen wiegen, kommt es vor allem auf Präzision an: Besonders das Einpassen in spezielle Hüllrohre ist Millimeterarbeit. Und damit die Pumpen und die Steigrohre, durch die das Grubenwasser aufsteigt, in den Schacht gelangen, ist ausgefeilte Logistik gefragt: Stück für Stück setzen die Arbeiter die Steigrohre aus zwölf Meter langen Elementen mit einem eigens dafür entwickelten zugfesten Steckmuffensystem zusammen. Für den Betrieb und die Überwachung der Pumpen werden über tausend Meter Kabel verlegt. Ein Druckmesser stellt sicher, dass jede Pumpe immer über den notwendigen Gegendruck zum Anlaufen verfügt. Sensoren aus Platin überwachen die Temperatur des Motors. Über Messschläuche in den Hüllrohren wird zudem die Gefahr durch Grubengas überwacht. FOTO: DIETMAR KLINGENBURG/RAG


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