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Glueckauf_Oktober2016

12 GLÜCK AUF. UMWELT Dienstag, 25. Oktober 2016 Auguste Victoria Auguste Victoria Fürst Leopold Lohberg Prosper-Haniel Walsum Concordia Amalie Recklinghausen Zollverein Recklinghausen Carolinenglück Robert Müser Haus Aden Friedlicher Nachbar Wesel Bottrop Walsum Essen Bochum Witten Gelsenkirchen Dortmund Unna Lünen Haltern Dorsten Duisburg Hattingen Moers Emscher Rhein Lippe Ruhr Heinrich Duisbu GRAFIK: DIETER DUNEKA drucklose Einleitung zentrale Wasserhaltung ab 2035 Standort wird geschlossen Grubenwasser kann auch zur Warmwassergewinnung genutzt werden, wie hier in der ehemaligen Zeche Robert Müser. FOTOS: VOLKER WICIOK, STEFAN AREND/WAZ FOTOPOOL Wenn die RAG nach 2018 im Ruhrgebiet keine Steinkohle mehr fördert, fällt die Notwendigkeit weg, untertägige Betriebsbereiche frei von Grubenwasser zu halten. Damit eröffnen sich Möglichkeiten, die Grubenwasserhaltung mit Fokus auf die Entlastung der Gewässer zu gestalten. Das Grubenwasserkonzept der RAG sieht im Ruhrgebiet langfristig eine Reduzierung der Wasserhaltungsstandorte, die Umrüstung auf Brunnenwasserhaltung und eine Anhebung des Pumpniveaus vor. Von den derzeit 13 Wasserhaltungen sollen langfristig nur sechs die Grubenwasserhaltung übernehmen. Und nach der Umstellung der Standorte auf Brunnenwasserhaltung bedarf es keiner untertägigen Infrastruktur mehr: In die Schächte werden Hüllrohre eingelassen, durch die Tauchpumpen von über Tage bis in das wasserführende Niveau gebracht werden. Über 70 Millionen Kubikmeter Grubenwasser leitet die RAG derzeit pro Jahr in Lippe, Emscher, Ruhr und Rhein. Mit dem geplanten Konzept wird die Emscher komplett vom Grubenwasser befreit, für die Lippe bedeutet es eine Entlastung auf 45 Flusskilometern. Dazu muss im Ruhrgebiet die durchschnittliche Pumphöhe von 900 auf 600 Meter angehoben werden – auf ein Niveau, das mindestens 150 Meter unterhalb der Trinkwasservorkommen der Halterner Sande liegt. Die geringere Pumphöhe verringert nicht nur den Energieverbrauch, das Grubenwasser enthält dann auch weniger Begleitstoffe, da es einen kürzeren Weg durch das Gestein zurücklegt. In Einzelfällen sind geringe Erschütterungen und Hebungen durch den Anstieg des Grubenwassers nicht auszuschließen. Untersuchungen der Technischen Hochschule Georg Agricola zu Bochum zeigen jedoch, dass keine Schäden zu erwarten sind. Sollten dennoch Schäden an Gebäuden auftreten, werden diese als Bergschäden reguliert. Grubenwasser Grubenwasser, das entlang von Gesteinsschichten in den Boden sickert und dabei Sedimente und Mineralien löst, muss nicht nur vom Trinkwasser ferngehalten werden, es macht auch die Arbeit unter Tage unmöglich. Deshalb wird es im aktiven Bergbau abgepumpt, nach über Tage gefördert und dort über Flüsse und Bäche abgeleitet. FOTO: DIETMAR KLINGENBURG/RAG Das Grubenwasserkonzept Die Grubenwasserhaltung zählt zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben der RAG. Lohberg Walsum Robert Müser Haus Aden Friedlicher Nachbar Wesel Bottrop Walsum Essen Bochum Witten Gelsenkirchen Dortmund Unna Lünen Haltern Dorsten Duisburg Hattingen Moers Emscher Rhein Lippe Ruhr Heinrich Amalie Concordia Prosper-Haniel Zollverein Carolinenglück Fürst Leopold geplante zentrale Wasserhaltung u.a. als Sicherung vorgesehener Standort


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