RAG_Glueckauf_25102016_10-11

Glueckauf_Oktober2016

Oberstes Gebot sind der Trinkwasser- und Umweltschutz. Poldermaßnahmen Mindestens 150 Meter Abstand zwischen Grubenwasser und Trinkwasservorkommen der Halterner Sande Biotop Trinkwasservorkommen Grubenwasser Aufgaben für die Ewigkeit Dienstag, 25. Oktober 2016 Wird Ende 2018 die Steinkohlenförderung eingestellt, geht die Arbeit der RAG weiter: Die Bearbeitung der Ewigkeitsaufgaben – Bergbaufolgen, die auf ewig Maßnahmen erfordern – trägt dazu bei, den Wasserhaushalt in der Region unter und über Tage zu regulieren. Dazu zählen das Sammeln und Pumpen des Grubenwassers, das Reinigen und Überwachen des Grundwassers vor allem im Bereich alter Kokereistandorte sowie das Management des Oberflächenwassers in bergbaubedingten Senkungen (Polder) – stets unter dem Gebot des Trinkwasser- und Umweltschutzes. Derzeit betreibt die RAG 13 Grubenwasserhaltungen im Ruhrgebiet, die das Grubenwasser an die Oberfläche pumpen, um untertägige Betriebsbereiche trocken zu halten und eine Vermischung mit dem Trinkwasser zu verhindern. Langfristig sollen davon sechs übrig bleiben, damit ein weiteres Ziel realisiert werden kann: die Entlastung kleinerer Bäche und Flüsse. Die Emscher kann komplett vom Grubenwasser befreit und so naturnah umgebaut werden. Um das Grubenwasser nur noch an wenigen zentralen Standorten zu heben, bedarf es eines Anstiegs des Grubenwassers, um untertägige Verbindungswege zu nutzen. An Stellen, wo sich durch den Bergbau die Tagesoberfläche abgesenkt hat, muss das Oberflächenwasser auch zukünftig mit Poldermaßnahmen reguliert werden, um zu vermeiden, dass es sich in den Senken sammelt. Die dritte Ewigkeitsaufgabe umfasst die Überwachung und gegebenenfalls Reinigung von Grundwasser an einigen ehemaligen Kokereistandorten. Die jährlichen Kosten von 220 Millionen Euro für die Abwicklung der Ewigkeitsaufgaben nach 2018 übernimmt die RAG-Stiftung. Allein die Grubenwasserhaltung beansprucht rund zwei Drittel dieser Summe. Knapp 30 Prozent entfallen auf Poldermaßnahmen, der Rest auf die Grundwasserreinigung. Die wichtigsten Fakten zu den Ewigkeitsaufgaben K Die RAG-Stiftung übernimmt ab 2019 die Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben: Grubenwasserhaltung, Poldermaßnahmen und Grundwasserreinigung. K Im Ruhrgebiet sollen von 13 Wasserhaltungsstandorten langfristig sechs übrig bleiben. Die Reduzierung erfordert einen Anstieg des Grubenwassers bis zu einem unkritischen Niveau. So wird das Grundwasser nicht gefährdet, Gewässer werden entlastet und können naturnah umgestaltet werden. K Die Poldermaßnahmen sorgen für trockene Flächen. Pumpwerke heben dafür Grundwasser und halten viele Oberflächengewässer im Fluss. K Mit dem Grundwassermanagement kümmert sich die RAG um ehemalige Bergbauflächen, meist Kokereien, auf denen Verunreinigungen in den Boden und ins Grundwasser gelangten.


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