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Dienstag, 27. September 2016 Glück auf. Tecklenburger Land. // Seite 11 NRW, eine Gutachtergemeinschaft unter der Leitung von Universitätsprofessor Dr.-Ing. Wolfgang Busch, Technische Universität Clausthal, Institut für Geotechnik und Markscheidewesen“, erläutert Stefan Hager, Leiter der Standort- und Geodienste im RAG-Konzern. Mit modernsten Verfahren n und unter Berücksichtigung g anderer Einflussfaktoren n außerhalb des Bergbaus wurden rn Satellitendaten über einen n sron Zeitraum von sieben Jahren ausgewertet. Als Hauptmessverfahren kam die Radarinterferometrie zum Einsatz. Von ie er- zwei Satelliten aus wurden die Veränderungen der Tagesoberfläche mittels einer Vielzahl von Messungen erfasst. Durch die erhebliche Anzahl der Wiederholungen erreicht das Verfahren eine sehr hohe Genauigkeit. Der Vorteil der satelllitengestützten Vermessung liegt vor allem in der Aussagekraft für flächige Veränderungen, während die terrestrische Vermessung Informationen für Messlinien oder Punkte liefert. Das Gutachten berücksichtigt aber nicht nur die Daten vom Satelliten, sondern betrachtet auch offizielle Vermessungsergebnisse der Behörden und der RAG AG. „Damit wird eine hohe Sicherheit der Ergebnisse erreicht.“ Dr. Michael Drobniewski, im RAG-Konzern der Betriebsdirektor für Grubenwasserhaltung, erläutert warum: „Die Arbeit der Gutachter hat sich nicht allein auf die Vermessung der Tagesoberfläche beschränkt, sondern auch externe Einflüsse, z.B. infolge von Grundwasserentzug, Rohstoffgewinnung, P1 P2 Nach der Absenkung P1 P2 Vor der Absenkung Die Mitarbeiter der Markscheiderei (v.l.) Franz Hülsmeier, Heinrich Winkeljann und Thomas Bleker machen Messungen auf der Rudolfhalde. Das Gutachten kann im Internet unter Per Radarinterferometrie, mit einem aktiven Radarsensor an einem Satelliten, erhält man die neusten Messdaten. Bestimmung von großräumigen Bodenbewegungen d h l k h f d d lfh ld Vereinfachte Darstellung der gemessenen Höhenabweichung Vor der Absenkung Nach der Absenkung Bei der Radarinterferometrie handelt es sich um ein satellitengestütztes, fernerkundliches Messverfahren mit einem aktiven Radarsensor. Die Messmethode ermöglicht die flächenhafte Bestimmung von großräumigen Bodenbewegungen. BERGBAU VON A - Z Hauer Bergmann mit bergmännischer Ausbildung Hohlraum Raum unter Tage, der durch Gewinnung von Mineralien oder Gestein entsteht Hunt Förderwagen, Lore (wird fälschlicherweise auch Hund geschrieben) Kumpel Arbeitskamerad, Mitarbeiter (von Kumpan) malochen hart arbeiten, schuften Mottek anderes Wort für Bergmannshammer, auch allgemein das Werkzeug (Gezähe) Pütt Zeche, Bergwerk, Schachtanlage, Stollenzeche Sohle 1. Etage in einem Grubengebäude 2. Stollenboden Steiger Grubenaufsicht, besonders ausgebildeter Bergmann, der den Grubenbetrieb leitete Stollen Horizontrale Strecke zur Tagesoberfläche Streb langer, schmaler Abbauraum Strecke horizontal (söhlig) verlaufender Grubenbau oder Stollen für Förderung, Fahrung und Materialtransport. Strecken haben keine Tagesöffnung Stulle Scheibe Brot Teufe Tiefe wacker schnell, eilig, fertig werden Wetter Gesamtheit der Luft im Bergwerk wullachen, wullacken körperlich schwer arbeiten Zeche die Bezeichnung Zeche ist alt und will ausdrücken, dass sich mehrere Personen zusammentun mussten, um mit gemeinsamen Geld ein Bergwerksunternehmen zu betreiben. Sie bezahlten die „Zeche“. Das Wort wird heute noch in ähnlicher Bedeutung in der allgemeinen Umgangssprache verwendet Vulkanaktivität oder seismischen Ereignissen berücksichtigt und das angewendete Prognoseverfahren der RAG überprüft.“ Zusammengefasst kommen die Gutachter zu folgenden Ergebnissen: • Außerhalb des Prognosebereichs sind geringe Senkungen feststellbar. • Die Bodenbewegungen sind so gering, dass das Auftreten von Bergschäden nicht zu erwarten ist. • Bergbaufremde Ursachen konnten nicht zuverlässig identifiziert werden. • Das Bodenbewegungsberechnungsverfahren der RAG AG liefert die bestmöglichen Ergebnisse. Die RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH hat vor Vorlage der Ergebnisse zugesagt, auch in den Bereichen Meldungen über Bergschäden nachzugehen, für die gemäß des Gutachtens heute keine Bergschäden zu erwarten sind. „Wir werden dieser Zusage auch in Zukunft treu bleiben und gemeldete Schäden aus diesen Bereichen weiter prüfen“, so Pollmann. „Wir bleiben offen für den Dialog.“ http://www.bezregarnsberg. nrw.de/presse/2016/04/ 050_16_04_06/index.php eingesehen werden.


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